„Unbedingt angucken“

Gewerbeschau in Brinkum nimmt nach verhaltenem Start Fahrt auf

So eine Gewerbeschau öffnet den Besuchern den Blick für neue Perspektiven. Alle Fotos: Jantje Ehlers

Rund 130 Aussteller haben am Wochenende den hervorragend organisierten Brinkumer Gewerbemarkt genutzt, um sich darzustellen und für eigene Angebote zu werben. 

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Obgleich die Beteiligten besonders am Freitag vom Wetter enttäuscht waren, machten sie das Beste daraus. „Wir hatten genügend Zeit, um uns mit jedem Besucher ausführlich zu unterhalten“, erklärte Manuela Neff von Meisel und Gerken. Das nutzten vor allem Betriebe, die in Konkurrenz zum Onlinehandel stehen, um den Besuchern die Vorteile des persönlichen Kontakts zwischen Anbieter und Kunden darzustellen.

An den beiden weiteren Tagen herrschte Hochbetrieb im Ausstellungszelt. Von vielen Besuchern wurden die kurzen Wege gelobt, weil der große Parkplatz direkt neben dem Festplatz lag. Unter den Ausstellern waren im handwerklichen Bereich fast alle Gewerke vertreten, sodass sich für Eigenheimbesitzer und Gartenfreunde ein Rundgang besonders lohnte. Aber auch Versicherungen, Immobilienmakler, Reiseveranstalter und Versorgungsunternehmen nutzten die Ausstellung, um ihre Leistungskraft anzupreisen.

An der Ausstellung beteiligten sich auch sehr viele Vereine, Organisationen und Verbände. „Wir zeigen uns hier, weil wir Teil der Gemeinde und nicht kommerziell orientiert sind“, berichteten Horst Pittelkow und Gudrun Baumann von „Pro Ehrenamt“, und Alexander Peruzzo informierte über die Angebote von Release, das im nächsten Jahr seinen 50. Geburtstag feiert.

Auch der FTSV Jahn Brinkum, der Brinkumer Tanzsportclub, die „Kickers for help“, das DRK, der SoVD, die Sportfischer und der Förderverein der Feuerwehren machten mit ihren Angeboten auf sich aufmerksam. Der Schützenverein Brinkum war in Gestalt seines Vorsitzenden Frithjof Troue auf dem Markt vertreten, allerdings holte er als Mitglied der „ProDem“-Rategruppe beim Firmenquiz der Sparkasse viele „Kastanien aus dem Feuer“.

„Ich finde es toll, dass mehr als 130 Aussteller neben dem Tagesgeschäft versuchen, mit den Menschen hier in Kontakt zu treten und sich mit ihren Angeboten zu präsentieren“, erklärte Stadtmarketing-Leiter Lothar Wimmelmeier nach einem Rundgang durch die Ausstellung. Er richtete ein Kompliment an den langjährigen Marktmeister Jürgen Schmidt, dessen Konzept für die Gestaltung des Gewerbezeltes voll aufgegangen sei.

„Wir hatten schon viele gute Gespräche“, berichtete Hermann Nutsch an dem von ihm betreuten Swb-Stand. Zahlreiche Gespräche führten auch die Politiker mit den Ausstellern. Nicht nur die Bürgermeister-Kandidaten, sondern auch Ratsmitglieder, Landrat Cord Bockhop, sein Stellvertreter Volker Meyer und der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig schauten sich die Ausstellung an.

Viele Besucher suchen das Fachgespräch zu den Handwerksbetrieben.

Natürlich waren alle ein wenig enttäuscht, dass das Wetter nicht „mitgespielt“ hatte. Vor allem die Anbieter und Aussteller im Freigelände litten darunter, denn für sie war es empfindlich kühl und zugig. Außerdem strebten die meisten Besucher eiligen Schrittes zum Ausstellungszelt. Michael Quittek wischte immer wieder die Sitzgelegenheiten trocken, aber an seiner „Rollenden Becksdose“ stellten sich die Gäste lieber unter das Vordach, um etwas zu trinken.

Im Zelt hatte die Bäckerei Hansemann ein kleines Café eingerichtet, die Gäste konnten am Stand der Senioren-Residenzen der Specht-Gruppe Shuffle-Board spielen, sich die „Boo“-Trekking-Räder mit Bambusrahmen anschauen oder sich über die Angebote im MGH informieren. Dort konnten sie auch auf Kai Ahlden treffen, der als kleiner Elefant verkleidet durch die Ausstellung schritt und um einen Besuch am Möbel-Wagner-Stand bat.

Im Restaurationszelt wurden regelmäßig wechselnde Vorstellungen von Tanzgruppen und dem Brinkumer Shantychor gegeben und überall im Zelt trafen sich Besucher für kurze Gespräche und gaben sich gegenseitig Tipps für Stände, „die man sich unbedingt angucken muss“.

Natürlich gab es noch keine konkreten Zahlen und Daten über das Ergebnis dieser Ausstellung, aber allen Ausstellern war bewusst, wie wichtig es war, sich bei diesem Gewerbemarkt vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Nicht nur zu vielen Besuchern, sondern auch untereinander, um sich kennenzulernen und sich zu vernetzen. „Das sind langfristige Folgen dieser Ausstellung, die wir noch gar nicht abschätzen können“, erklärte ein Aussteller. Oder, um Lothar Wimmelmeier zu zitieren: „Wer nicht sät, der erntet auch nicht“.

Weitere Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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