Neues Domizil am Klosterplatz 6

Kunstschule Stuhr: Umzug eröffnet neue Möglichkeiten

Das neue Domizil der Kunstschule am Klosterplatz 6.
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Das neue Domizil der Kunstschule am Klosterplatz 6. Im rechten Teil des Gebäudes ist das DRK untergebracht.

Kaum erwarten kann die Kunstschule Stuhr ihren bevorstehenden Umzug von der Grundschule Heiligenrode in das Gebäude am Klosterplatz 6. Von ihrem neuen Domizil verspricht sie sich mehr Möglichkeiten.

Heiligenrode / Brinkum – Noch in den Sommerferien könnte die Kunstschule Stuhr (Kuss) ihr neues Domizil am Klosterplatz 6 beziehen. Dies stellt Hayo Wilken von der Abteilung Hochbau der Gemeinde Stuhr in Aussicht. Die Kuss-Vorsitzende Anne Roecken-Strobach würde das freuen. Nach anfänglicher Skepsis kann sie es kaum erwarten, das Haus mit Leben zu füllen. Der Umzug von der Grundschule an den Klosterplatz war notwendig geworden, weil die Kommune den Platz für die Erweiterung der Schule benötigt.

„Der Umzug eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten“, sagt Roecken-Strobach. Möglichkeiten, die die Kuss auch an ihrem Hauptsitz in der alten Schule Jahnstraße in Brinkum nicht hat. Offene Jugendprojekte etwa bieten sich nach Ansicht der Kuss-Vorsitzenden in Heiligenrode an. „Davon gibt es nicht so viele. Wenn sich Jugendliche treffen könnten, wäre das eine super Sache.“ In dieser Hinsicht befinde sich Heiligenrode in einem Dornröschenschlaf. Und in Brinkum sei die Erweiterung auf das Außengelände wegen der Kita nicht möglich.

Umzug der Kunstschule Stuhr: Vorsitzende hofft auf Förderprogramm

Für die Umsetzung hofft Roecken-Strobach auf eine Förderung durch das Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“, das mit Bundes- und Landesmitteln ausgestattet ist. Dessen Ziel: In und außerhalb der Schule sollen Kinder und Jugendliche zusätzliche Angebote unter anderem zur Lernförderung, zur psychosozialen Stabilisierung, zur Freizeitgestaltung, Gesundheitsförderung und gesellschaftlichen Beteiligung erhalten.

Nur allzu gerne würde Roecken-Strobach die Graffiti-Projekte wieder aufnehmen. „Nicht als Kurs, sondern als Treffen, als offenes Angebot, vielleicht auch an Samstagen.“ Der ehemalige Streetworker Eric Guinebert hatte mit Jugendlichen den Schuppen auf dem Gelände des ehemaligen Klosterhofs verziert.

Ferienprojekte und Workshops bei der Kunstschule Stuhr

Für sechs- bis zehnjährige Kinder von berufstätigen Eltern sind in zwei Wochenprojekten noch Plätze frei: im „Recyclingatelier“ vom 9. bis 13. August und in den „Farbwunderwelten“ vom 23. bis 27. August. Beide Ferienprojekte laufen in der alten Schule Jahnstraße in Brinkum. Sie starten um 8.45 Uhr und enden um 13.15 Uhr. Berufstätige Familien aus Stuhr zahlen 60, alle anderen 115 Euro pro Woche. Wer lieber ausschlafen und an Kurzworkshops teilnehmen möchte, kann zum Beispiel am 16. und 17. August jeweils von 10 bis 13 Uhr „Klein Stuhr in Ton“ nachbauen. Am 2. und 3. August geht es jeweils von 14 bis 17 Uhr um Straßenkunst mit Mosaiksteinen. Im Kinderatelier vom 2. bis 4. August, jeweils von 11 bis 13 Uhr, gehen Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren unter dem Motto „Ich möchte so malen, wie ein Vogel singt“ auf eine Farbexkursion. Kosten für alle drei Brinkumer Gruppen: 30 Euro. In Heiligenrode steht die kommende Woche (26. bis 30. Juli) unter dem Motto „LandArt – deine Kreativität mit der Natur verbinden“. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Infos bei der Kuss unter 0421/89 52 95, Buchung unter www.unser-ferienprogramm.de/stuhr.

Roecken-Strobach hat nach eigener Auskunft einen Studenten „an der Hand“, der diesen „Jugendtreff mit Schwerpunkt Graffiti“ betreuen würde. Er beende im September sein Studium des Kommunikationsdesigns. „Das klappt natürlich nur mit einer Förderung, und dann auch erst im kommenden Jahr.“ Basis soll immer das Gebäude Klosterplatz 6 sein. „Diese Anbindung ist notwendig, denn was zum Beispiel macht man im Winter?“, fragt sie.

Der Umzug erlaube auch die Ausweitung des aktuellen Kursprogramms in der Grundschule. „Wegen Corona haben wir dort vieles sein lassen, außer die Kurse am Freitagnachmittag, wenn wir das Gebäude für uns hatten. Im neuen Domizil könnten wir alles wieder aufnehmen, und zwar an jedem Tag. Wir müssen auf niemanden Rücksicht nehmen.“

Zusammenarbeit im neuen Domizil mit Stipendiaten der Künstlerstätte angestrebt

Die Raumaufteilung in Form des Buchstaben L ermögliche Ausstellungen im vorderen Bereich. „Den könnten wir als Galerie nutzen“, sagt Roecken-Strobach. Sie wünsche sich auch eine enge Zusammenarbeit mit den Stipendiaten der Künstlerstätte. „Künstlergespräche oder einen Tag der offenen Tür im Atelier“ schlägt die Vorsitzende vor. „Schön wäre auch, wenn die Stipendiaten Lust hätten, zu uns zu kommen und ein Angebot für Kinder und Erwachsene zu machen. Oder wir kommen dafür zu ihnen.“ In den Anfängen der Künstlerstätte sei das durchaus vorgekommen.

Als „Ort der Begegnung“ würde Roecken-Strobach das Gebäude auch für Senioren öffnen. „Oder für Selbsthilfegruppen, immer gerne mit kreativem Anstrich.“

Was die künftigen Betriebskosten betrifft, geht die zuständige Fachbereichsleiterin Kerstin Frohburg davon aus, dass die Kuss wie bisher nichts bezahlen muss. „Sollte sich das Portfolio deutlich ausdehnen, müssten wir neu überlegen.“

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