Initiative bedauert Wettbewerbsergebnis

Ortskern Brinkum: „Umsetzung in mehreren Abschnitten“

Brinkum - Die Initiative „Brinkum in Fahrt“ ist nach eigener Auskunft „nicht glücklich“ darüber, dass der Investorenwettbewerb zur Gestaltung des Ortskerns keine konkreten Angebote hervorgebracht hat (wir berichteten).

Auch wenn die Initiative „andere Vorstellungen zur Vorgehensweise von Gemeinde und der Mehrheit des Rates“ gehabt hätte, heißt es in einem Schreiben, das auch an Bürgermeister Niels Thomsen gegangen ist.

Nach Auffassung von „Brinkum in Fahrt“ kann die Verwirklichung der Ortskerngestaltung nur in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Deshalb hätte eine Ausschreibung für „jeden möglichen Bauabschnitt erfolgen können“. Dies hätte auch hiesigen Firmen mehr Chancen einer Beteiligung geboten. „Die Beauftragung unterschiedlicher Architekten könnte zu einer abwechslungsreicheren und architektonisch ansprechenderen Gestaltung beitragen“, schreibt „Brinkum in Fahrt“. Bei Interesse an mehreren Bauabschnitten hätte sich ein Investor auch an mehreren Ausschreibungen beteiligen können.

Nahversorger wie Rewe sei zwingend erforderlich

Nach der jüngsten Anpassung des Einzelhandelskonzepts sieht sich die Initiative in ihrer Forderung bestätigt, dass zur Belebung des künftigen Marktplatzes ein Nahversorger wie Rewe an der Syker Straße zwingend erforderlich sei. Das für das Gutachten zuständige Büro GfK hatte die Ansiedlung eines solchen „Magnetbetriebs“ vor Kurzem empfohlen. Der Verwaltungsausschuss stimmte dem Gutachten kürzlich zu. Das aus Sicht der Initiative einzige dafür geeignete Grundstück (Hotel Bremer Tor) hätten die Gemeinde und die Mehrheit des Rates nicht in den Investorenwettbewerb aufgenommen, „um hier mit aller Macht einen unnötigen Busbahnhof“ zu verwirklichen. „Nun muss zur Kenntnis genommen werden, dass kein Investor mit den bisherigen Vorgaben eine Chance für eine wirtschaftlich interessante Ortskerngestaltung gesehen hat.“

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung hat „Brinkum in Fahrt“ Zweifel daran, die Planung für den Busbahnhof voranzutreiben und letztlich Fakten zu schaffen, „die einer besseren Gestaltung des Ortskerns im Wege stehen“.

Gespannt sei „Brinkum in Fahrt“ darauf, was die Gespräche mit jenen Interessenten ergeben, die Nachfragen zur Ausschreibung hatten. „Sollten diese Gespräche zu einer Änderung der Vorgaben für Investoren führen, wird man aus Gründen der Rechtssicherheit einen neuen Investorenwettbewerb ausschreiben müssen“, vermutet die Initiative. Auf jeden Fall werde die Politik nicht um eine erneute Diskussion herumkommen.

Laut Thomsen beinhaltet das Schreiben der Initiative keine neuen Argumente. „Ich möchte auch keine Vorschläge bewerten, sondern wissen, was die Investoren bewegt“, sagte er gestern auf Nachfrage. Über die Gründe zu deren Zurückhaltung während des Wettbewerbs könne er noch nichts sagen. Fakt sei, dass die Haltestellen auf dem Grundstück des Hotels Bremer Tor politisch beschlossen seien. Es gebe keinen Grund, davon abzurücken. - ah

Rubriklistenbild: © dpa

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