Gut Varrel bleibt der beliebteste Trauort in Stuhr / Keine Nachfrage für den 2. oder 22. Februar 2022

Trotz Corona: Zahl der Trauungen nimmt zu

Ihren ganz besonderen Tag genießen viele Paare auf Gut Varrel.
+
Ihren ganz besonderen Tag genießen viele Paare auf Gut Varrel.

Stuhr – Heiraten am 2.2.2022 oder am 20.2.2022 – gleich zwei Schnapszahldaten bieten sich in diesem Jahr an, um den Bund fürs Leben zu schmieden. Die Nachfrage beim Standesamt der Gemeinde Stuhr ist für diese Termine aber gleich null. Mit Corona, sagt der zuständige Fachdienstleiter Andreas Leder, habe das nichts zu tun. „Der Februar ist kein Heiratsmonat, war er noch nie gewesen.

Da müssten wir wohl Prämien zahlen.“

Überhaupt scheint die Pandemie keinerlei Auswirkungen auf die Stuhrer Heiratsstatistik zu haben. Laut dieser gaben sich im vergangenen Jahr 138 Paare das Jawort, acht mehr als im ersten Jahr der Pandemie. Und selbst damals bedeuteten die 130 Hochzeiten zwei mehr als vor Corona.

Was nicht heißt, dass die Pandemie völlig spurlos an Leder und seinem Team vorbeigeht. „Wir müssen drei Sachen unter einen Hut bringen: die Sicherheit der Mitarbeiter, die der Brautpaare, und der feierliche Effekt darf auch nicht leiden.“ Corona habe Einschränkungen mit sich gebracht, immer abhängig von der jeweils geltenden Schutzverordnung. Dadurch hätten sich teilweise witzige Situationen ergeben: „Mitunter mussten wir ja die Fenster öffnen. Da sind dann Leute stehen geblieben und haben reingeschaut. Die Kollegen waren sehr motiviert. Unter den gegebenen Umständen und in Zeiten, wo es nicht einfach ist, haben wir es hinbekommen, so gut es ging“, sagt Leder.

Dies drücke sich nicht nur in der Zahl der Trauungen aus. Er habe das auch den Rückmeldungen der Festgesellschaften entnommen. „Ich habe ja selbst etliche Ehen geschlossen.“

Als beliebtester Trauort hat das Gut Varrel das Rathaus längst überholt. 88 der 138 Ehen wurden dort geschlossen. Zuletzt war der Verwaltungssitz bei den Heiratswilligen im Jahr 2017 angesagter.

Gerade bei den auswärtigen Turteltauben steht das Gutshaus hoch im Kurs: 24 der 25 Paare haben sich dort trauen lassen. Für eine Heirat in Stuhr waren Paare aus Bremen (zehn), Weyhe, Delmenhorst (jeweils vier) und Ganderkesee (zwei) angereist. Jeweils ein Paar kam aus Hamburg, Twistringen, Syke, Lemwerder und Harpstedt.

Für den besonderen Tag auf Gut Varrel entpuppte sich der August als begehrtester Monat (18 Trauungen), gefolgt vom Juli (15). Im Rathaus traf das auf den Juni (elf) und den Juli (acht) zu.

Bei 55 Paaren war mindestens ein Partner schon ein- oder mehrmals verheiratet. Das Durchschnittsalter bereits verheirateter Männer betrug 54, das der schon verheirateten Frauen 52 Jahre. Auch bei den ledigen Paaren waren die Männer (34) im Schnitt zwei Jahre älter als die Frauen (32). Ein Mann hat sich schon mit 18 Jahren getraut, die jüngste Frau mit 19. Bei ihrer ersten Hochzeit war die älteste Frau 67 Jahre, der älteste Mann 60 Jahre alt.

In zwölf Fällen besaß mindestens ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit, unter anderem brasilianisch, griechisch, kasachisch, russisch, syrisch, thailändisch und türkisch.

Für den Nachnamen des Mannes entschieden sich 102 Paare. 13 Männer erklärten sich bereit, den Namen der Frau zu übernehmen. Darüber hinaus gab es 15 Doppelnamen und 23 Paare, bei denen die Partner ihre Namen behielten.

Von Andreas Hapke

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte
Schnelltests in Sulingen mit Termin und drinnen

Schnelltests in Sulingen mit Termin und drinnen

Schnelltests in Sulingen mit Termin und drinnen
Breitbandausbau in „weißen Flecken“ bis Oktober abgeschlossen

Breitbandausbau in „weißen Flecken“ bis Oktober abgeschlossen

Breitbandausbau in „weißen Flecken“ bis Oktober abgeschlossen
Sulinger Stadtverwaltung ist vorbereitet auf Schnee und Eis

Sulinger Stadtverwaltung ist vorbereitet auf Schnee und Eis

Sulinger Stadtverwaltung ist vorbereitet auf Schnee und Eis

Kommentare