Unterlagen bis Freitagmittag beantragen

Der Trend geht zur Briefwahl

Wer am Sonntag nicht ins Wahllokal kommen kann, hat die Möglichkeit bis Freitag Briefwahl zu beantragen. - Foto: Ehlers

Stuhr - „Die Briefwahl sieht jetzt schon positiv aus“, sagt Sigrid Hägedorn vom Fachbereich Bau, Recht und Ordnung. Bis gestern Vormittag verzeichneten sie und ihre Kollegen im Rathaus 2 520 beantragte Briefwahlunterlagen für den Gemeinderat und 2524 für den Kreistag. Das entspricht laut Hägedorn einem Anteil von neun Prozent.

Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren waren es 8,29 Prozent. „Am Dienstag ist ein ganzer Schwung Anträge bei uns eingegangen. Vielleicht haben die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern einige Leute dazu bewogen, doch noch wählen zu gehen“, mutmaßt sie. Nichtsdestotrotz gehe der Trend ohnehin zur Briefwahl, wie die Vergangenheit gezeigt habe.

Die Stuhrer können am kommenden Sonntag von 8 bis 18 Uhr in 28 Wahllokalen ihre Stimmen für den Gemeinderat und den Kreistag abgeben. Für die Kindertagesstätte Moordeich sind mit 1 252 Personen die meisten Stimmberechtigten verzeichnet, das Feuerwehrhaus Stuhr bildet mit 737 den kleinsten Wahlbezirk.

Hägedorn weist erneut darauf hin, dass die Stimmberechtigten des Wahlbezirks 7 nicht mehr im Gutshaus Varrel an die Urne treten, sondern erstmals in der Kindertagesstätte am Varreler Feld. „Die Bürger können dort direkt vor dem Gebäude parken“, begründet die Rathausmitarbeiterin die Verlegung.

Insgesamt dürfen in Stuhr 27 907 Personen für die Kreiswahl und 27 855 für die Gemeindewahl stimmen. Die Differenz ergibt sich aus einem einfachen Grund: Nur wer mindestens seit drei Monaten seinen Wohnsitz in der Gemeinde hat, darf für den Rat votieren.

Wer am Sonntag nicht ins Wahllokal kommen kann, hat noch bis morgen um 13 Uhr Gelegenheit, Briefwahlunterlagen im Rathaus zu beantragen. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: „Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung können die Briefwahlunterlagen auch noch am Sonnabend zwischen 10 und 12 Uhr und am Wahlsonntag bis 15 Uhr im Rathaus beantragt werden“, sagt Hägedorn.

Der Kranke muss der beauftragten Person eine schriftliche Vollmacht für die Abholung der Unterlagen mitgeben. Die ausgefüllten Stimmzettel müssen bis Sonntag um 18 Uhr im Rathaus vorliegen. „Ganz wichtig: Wer Briefwahl beantragt hat, kann nicht mehr im Wahllokal seine Kreuze machen.“

Der Wahlausschuss stellt am kommenden Dienstag um 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus das endgültige Ergebnis der Gemeindewahl und die Zusammensetzung des neuen Rats fest.

sb

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