Erich Schulenbergs siebter Umzug

Treckerfahrer für Freimarkt gesucht

Erich Schulenberg und sein grüner Bautz Trecker aus dem Jahr 1953 werden wieder beim Freimarkt zu sehen sein. - Foto: Kratz

Moordeich - Von Angelika Kratz. Zum siebten Mal in Folge wirft Erich Schulenberg aus Moordeich für den Bremer Freimarkt im Herbst seinen Bautz Trecker aus dem Jahr 1953 an. Dann „puttert“ der 12-PS-starke Motor mit seinem geschmückten Anhänger wieder im großen, bunten Zug mit. „Im zweiten Gang“, wie Schulenberg die gemächliche Fortbewegung mit einem breiten Grinsen beschreibt.

„Freunde der Oldtimer und Bauerngärten“ steht auf dem Erkennungsschild des einstigen Federwagens, der hinten am Trecker hängt. Schulenberg schmückt ihn immer mit allem, was die heimische Scholle am Stillen Weg in Moordeich so hergibt, zum Beispiel mit den vom Fahrer geliebten Runkelrüben und dem eigens für den Freimarkt gezüchteten Strandflieder. Dazwischen befindet sich – akribisch angeordnet – Obst. „Besonders die uralten Apfelsorten aus unserem Garten sind gefragt“, sagt Schulenberg und berichtet von den Anfragen beim Start des Umzugs nach einer Probe vom „Ruhm von Kirchweyhe“, dem „Celler Dickstiel“ oder der „Köstlichen“. Selbst die knallharten Quitten seien am Ende des Freimarktzuges meist verschwunden. „Die hat so ein Städter dann sicherlich mit einer Birne verwechselt“, sagt Schulenberg und grinst ob der sauren Kostprobe.

„Bei mir gibt es auf dem Trecker kein Handy, keinen Alkohol und keine Bonbons“, lautet seine Devise, und die gelte auch für alle Mitstreiter.

Einige Fahrer aus Stuhr haben sich und ihre Trecker-Oldtimer bereits angemeldet. „Wir können noch mehr Teilnehmer gebrauchen“, rührt Erich Schulenberg die Werbetrommel, bei diesem großen gemeinsamen Spaß mitzumachen.

Die alten Trecker müssen für die Straße zugelassen sowie blitzblank geputzt sein und entsprechend schneidig aussehen. Ein Startgeld falle nicht an, beruhigt Schulenberg.

Jedes Jahr bibbert er ein wenig vor der Vergabe der Startnummern. Ganz hinten eingereiht zu werden, sei nicht so schön, denn dann dauere der Umzug doch etwas lang. Doch auch fehlendes Losglück würde die fröhliche Fahrergemeinschaft wohl locker wegstecken.

Der Konvoi startet vor dem Stuhrer Rathaus und bewegt sich von dort zum Sammelplatz des Freimarktumzugs. „Bislang hatten wir immer gutes Wetter“, gibt sich Schulenberg optimistisch, dass sich daran auch bei seiner erneuten Teilnahme nichts ändern wird. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte bis einschließlich morgen bei ihm unter Telefon 0421/56 24 27 anrufen, denn er muss alle Mitfahrer bis Anfang des kommenden Monats gemeldet haben.

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