Verkaufsoffener Sonntag

Zehnter Schweinemarkt im Brinkumer Ortskern: Auf dem Weg zur Tradition

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Die Attraktion des Schweinemarkts in Brinkum: der Flohmarkt.

Brinkum - Vom Postfach des Vorsitzenden der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big), Lars Gudat, ließe sich mühelos ableiten, was die Attraktion des Schweinemarkts ausmacht.

Inzwischen hat er nach eigener Auskunft locker 30 E-Mails mit Fragen zum Flohmarkt bekommen. Wo muss ich mich anmelden? Wie viel kostet der Stand? „Keine Anmeldungen, keine Gebühren“, betet Gudat herunter. „Die Leute müssen nur aufpassen, dass sie nicht die Eingänge der Geschäfte blockieren.“

Keine Frage: Die Schnäppchenjagd steht am kommenden Sonntag, 15. September, wieder hoch im Kurs. Das weiß auch Arne Budelmann, wenngleich er in seiner Funktion als Marktmeister der Big erstmals mit der Organisation der Veranstaltung betraut ist. Noch greift ihm Urgestein Jürgen Schmidt dabei unter die Arme, mittelfristig soll Budelmann die Big-Veranstaltungen alleine planen.

Im Vergleich zur Gewerbeschau mit ihren eineinhalb Jahren Vorlauf sei der Aufwand beim Schweinemarkt eher überschaubar, sagt Budelmann. Zurzeit sei er noch dabei, Anmeldungen aufzunehmen und zu schauen, wo er die Aussteller platziere. Wobei: Die meisten hätten ohnehin ihre angestammten Plätze. Zudem gehe es noch darum, den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicherzustellen. Insofern sei er froh, dass die Jugendfeuerwehr die Absperrung der Straßen übernehme.

Vorgänger Schmidt hatte den Markt sogar mal als Selbstläufer bezeichnet, da der Großteil der Aussteller Wiederholungstäter sind. Und doch gibt es im Ortskern immer wieder etwas Neues zu entdecken – allein schon deshalb, weil neue Big-Mitglieder den Markt als Plattform nutzen, um sich bekannter zu machen.

Die Firma Logithek etwa stellt ihre Spiele- und Kreativtreffs, Workshops, Kurse und Rätselräume vor. Claudia Gehrke und Marcel Schröder von der Bremer Crêpes-Manufaktur wollen mit einem Spieleanhänger kommen, der einen Greifarm-Automaten beinhaltet. Ihr Kerngeschäft ist der Verkaufswagen mit Crêpes-Küche. „Aber ein Crêpes-Anbieter ist schon da, das finde ich nicht so passend“, sagt Schröder.

„Kulinarisch ist wieder alles dabei, von deftig bis süß“, stellt Budelmann fest. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Geschäfte präsentieren sich und ihre Arbeit. Dazu zählt die Zweirad-Lounge Garmhausen mit ihren E-Bikes ebenso wie der Sozialverband mit einem Infostand und der Verein Kickers for Help, der die Veranstaltung mit einer Torwand bereichert. Die kleinen Besucher dürften auch auf dem Kinderkarussell und auf der Hüpfburg auf ihre Kosten kommen.

Wie viele Beschicker es am Ende sein werden, kann Budelmann jetzt noch gar nicht sagen. „Einige Aussteller kommen kurzfristig. In dieser Hinsicht ist das eine flexible Veranstaltung.“

Der offizielle Startschuss für den Schweinemarkt fällt um 11 Uhr. Doch zwischen 7 und 8 Uhr rücken bereits die Flohmarktanbieter an, um ihre Stände entlang der Syker und der Bassumer Straße aufzubauen. Ab 13 Uhr laden die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Sie schließen um 18 Uhr, das bunte Treiben im Ortskern endet eine Stunde später. Zwischen 15 und 17 Uhr treten Bläser des ehemaligen Musikkorps Bremen-Grohn vor dem Hotel Bremer Tor auf.

Der Markt, der am Wochenende seinen zehnten Geburtstag feiert, hat das Zeug zu einer Traditionsveranstaltung. So sieht es auch Big-Vorsitzender Gudat – im Prinzip. Ob es wirklich so kommt, dafür wolle er seine Hand nicht ins Feuer legen. „Das funktioniert nur, wenn wir entsprechend viele Helfer haben“, sagt er.

Vor vier Wochen habe die Big mit 140 Betrieben den höchsten Stand seit ihrer Gründung vor 42 Jahren erreicht. Doch in der Bereitschaft zur Mitarbeit spiegele sich das (noch) nicht wieder. „Es scheint nicht alles falsch zu sein, was wir machen“, sagt Gudat. „Aber wir brauchen mehr ehrenamtliches Engagement.“

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