Sommerkonzert

„Tierische“ Gesänge in der Gutsscheune Varrel

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Ein abwechslungsreiches Programm bot die Concert-Chorgemeinschaft während ihres Sommerkonzerts in der Varreler Gutsscheune.

Varrel - Ein „tierisches“ Musikvergnügen hatte die Concert-Chorgemeinschaft (CCG) Stuhr versprochen, als am Sonntag das Sommerkonzert in der Varreler Gutsscheune über die Bühne ging. Der etwa 30-köpfige Chor unter Leitung von Max Börner hatte ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Zwei Drittel des vierstimmigen Chors besetzen Frauen als Sopran- und Altstimmen, der Rest sind die Männer als Tenöre und Bässe. Die vorgetragenen Titel hatten alle entfernt etwas mit Tieren zu tun. Das rhythmisch betonte Lied „Wacht auf, ihr schönen Vögelein“ aus dem 17. Jahrhundert bildete den Anfang. Zwei Lieder von Erasmus Widmann machten sich über Flöhe und Mäuse lustig. 

Es folgten sieben Variationen des österreichischen Komponisten Franz Schöggl unter dem Titel „Die launische Forelle“. Schöggl hatte darin die Originalmelodien bekannter Komponisten wie Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart oder Richard Wagner verarbeitet. Bei der Komposition „Contrapunto bestia alla mente“ von Andrea Banchieri übernahm Max Börner den Solopart als Tenor begleitet von Jannes Waterstrat am Klavier. Zu einem Titel von Walter Kollo zitierte er den Komponisten: „Ich treib’ es mal auf die Spitze und schreibe ein Lied mit dem Titel ‚Mein Papagei frisst keine harten Eier“.

Gäste aus Habenhausen

Mit von der Partie war auch der 1892 gegründete Männerchor „62-Gutenberg“ aus Bremen-Habenhausen, ebenfalls unter Leitung von Max Börner. Das Ensemble feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen.

Auf den verteilten Handzettel stand „Chorsingen tut allen gut“. Ergänzt wurde der Spruch mit „Junge dürfen im Chor alt werden – Alte werden durch Gesang wieder jung“. Die zwölf sangesfrohen Männer brachten fünf Lieder zu Gehör, darunter so spaßige Titel wie „Es flog ein alter Käfer“. Später war das Publikum aufgefordert, mitzusingen.

Beide Chöre formierten sich zusammen auf der Bühne und stimmten an: „Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“. Bevor das Spektakel mit dem gemeinsamen Gesang des Titels „Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit“ zu Ende ging, sorgte Max Börner noch für einen Lacher. Am Klavier begleitet von Jannes Waterstrat sang er mit sächsischem Dialekt „De säks’sche Loreley“.

Der nächste Auftritt der Chorgemeinschaft, das Weihnachtskonzert, ist für das Wochenende 16. und 17. Dezember, ebenfalls in der Gutsscheune Varrel angesetzt.

bos

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