Ferienbetreuung unter dem Motto „Bei den wilden Malern“ 

Kinder lassen Fantasie  in der Kunstschule Stuhr freien Lauf 

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Auch Celina lässt ihrer Kreativität bei der Ferienbetreuung freien Lauf. 

Brinkum - Von Andreas Hapke. Im zweiten Obergeschoss der Alten Schule an der Jahnstraße sind zurzeit kreative Köpfe am Werk. 19 Kinder, überwiegend im Grundschulalter, nehmen an dem Ferienbetreuungsprojekt „Bei den wilden Malern“ der Kunstschule Stuhr („KuSS“) teil.

In den beiden Werkstatträumen lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf und zaubern mit Acryl Tiere auf die Leinwand, die die Welt noch nicht gesehen hat, aber vielleicht gerne mal sehen würde. Ob ein Fisch mit zwei Köpfen oder ein Hai mit zehn Augen: Erlaubt ist alles, was die Natur sonst nicht erlaubt.

„Man muss nicht immer alles so machen, wie es wirklich ist“, lautet nach Auskunft von „KuSS“-Betreuerin Brigitte Schumacher die Devise. Mal alles anders malen als man es kennt, Mut zur Farbe haben, bunt und knallig zur Sache gehen – diesen Ansatz haben auch berühmte Künstler schon verfolgt. Hat Franz Marc nicht etwa gelbe Kühe, bunte Schweine und immer wieder blaue Pferde gemalt? Auf der Suche nach Vorbildern hat sich der Nachwuchs auch mit der Künstlergruppe „Die Brücke“ beschäftigt. „Wie könnten wir eigentlich heißen?“, kam schnell als Frage auf.

Wegen der Mannschaftsgröße teilten sich die Kinder in zwei Teams auf: „Die wilden Pinsel“ und die „Drachenmaler“. Vorgaben bezüglich der Motive waren damit nicht verbunden. Marina (7) von den „wilden Pinseln“ malte trotzdem ein Tier mit dem Kopf eines Drachens. Sie verpasste ihm außerdem den Körper eines Schmetterlings und dem Schweif eines Pferds. Ihr Himmel ist voller roter Wolken.

Zu sehen waren unter anderen auch ein Schaaf mit Kamelkopf, eine Mischung aus Fisch und Maus und der Elevogel, ein Elefant mit Vogelkörper. Ihren Fisch hat Josie (7) deshalb mit zwei Köpfen ausgestattet, „damit sich kein Hai anschleichen kann“.

„Da kommen Gefühle zum Ausdruck“

Laut Brigitte Schumacher ist das auch ein expressionistischer Ansatz. „Da kommen Gefühle zum Ausdruck.“ Was die Kinder als wild empfinden, sei sehr unterschiedlich. „Die einen malen mit wilden Bewegungen, die anderen wilde Motive.“ Bei den meisten Werken kommt der Betrachter nicht umhin, wie Albert Einstein zu denken: „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“

Auch Gemeinschaftsprojekte hat es bereits gegeben. In Dreiergruppen etwa haben die Kurzen gemeinsam Tiere auf große Leinwände gemalt, die am Ende des einwöchigen Projekts in der Kunstschule bleiben. Die anderen Werke können die Kinder mit nach Hause nehmen.

Um noch mehr Abwechslung in die Sache zu bekommen, beschäftigen sich die Gruppen jeweils an einem Tag mit dem Töpfern von Tieren. „Künstler arbeiten schließlich auch mit verschiedenen Techniken“, erklärt Brigitte Schumacher. „Das ist auch als Ausgleich gedacht, um andere Fantasien anzuregen.“

Linus malt Flug-Dinosaurier. 

Eine Woche dauert die Betreuung, die nach Auskunft von „KuSS“-Leiterin Anne Roecken-Strobach „sehr gut“ angenommen wurde. Gleiches gelte für die kommenden beiden Projekte, die wie die „Wilden Maler“ in Kooperation mit dem Büffelstübchen über die Bühne gehen. Die Kinder beschäftigen sich mit Pappe und Papier sowie Design. Mau hingegen sei die Resonanz auf die Aktionen der „KuSS“ im Rahmen des Stuhrer Ferienspaßes. Wer nicht mit dem neuen Online-Verfahren der Gemeinde zurechtkommt, kann sich unter Telefon 0421/89 52 95 direkt an die Kunstschule wenden.

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