Bundestagsabgeordneter Knoerig macht sich in Niedersachsen für Projekt stark

Thomsen: „Die B 6 neu ist unverzichtbar“

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Die B 6 in Brinkum-Nord ist eine Hauptverbindung zwischen Stuhr und Bremen. 

Stuhr - Der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (CDU) macht sich für die „B 6 neu“ stark und will nun den niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) anschreiben, um die Planungen für die Trasse voranzutreiben. Für die Gemeinde Stuhr sei der Bau der Straße sehr wichtig, sagte Bürgermeister Niels Thomsen auf Anfrage.

„Das Vorhaben ist jetzt als Teil eines Großprojektes gelistet“, so Knoerig. Der geplante Neubau geht über die Landesgrenze Bremen/Niedersachsen bis zum Anschluss an die A 1 bei Bremen-Brinkum und stellt einen zweiten Anschluss der A 281 an die A 1 dar. Da das gesamte Projekt unter der neuen Nummer 491 nunmehr dem Land Bremen zugeordnet wird, hat der Abgeordnete bezüglich der Zuständigkeiten eine Anfrage an das Bundesverkehrsministerium gestellt.

Im Antwortschreiben des Ministeriums wird festgehalten, dass „jedes Land gleichberechtigt für sein Hoheitsgebiet zuständig“ ist. Zunächst seien die verkehrliche Bedarfsprognose und eine Vorplanung für den Streckenzug zu erstellen. Nach der Verabschiedung der Ausführungsgesetze zum Bundesverkehrswegeplan „ist eine Abstimmung beider Länder im Hinblick auf Planungsbeginn und -umfang erforderlich, da die ‘B 6 n’ verkehrlich als Ganzes zu betrachten ist.“ In der Regel übernehme anschließend ein Bundesland federführend die Gesamtplanung für solch ein grenzüberschreitendes Projekt, heißt es darin weiter.

Als vordringlicher Bedarf eingestuft

„Da die Straße im vordringlichen Bedarf eingestuft ist, können also beide Länder sofort mit der Planung beginnen“, sagt Knoerig. „Alle Verkehrsvorhaben mit dieser Einstufung sollen bis 2030 umgesetzt beziehungsweise begonnen werden.“

Vom niedersächsischen Verkehrsminister will der Bundestagsabgeordnete wissen, wie das Prozedere im Einzelnen abläuft und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen, insbesondere um die Umsetzung voranzutreiben. Knoerig will den Minister auch dazu auffordern, sich dafür einzusetzen, dass Niedersachsen die Federführung übernimmt, zumal dort das größere Teilstück liegt.

Das Gesamtprojekt kostet etwa 174,6 Millionen Euro und umfasst eine Länge von 4,7 Kilometern. Das Teilprojekt „B 6 neu“ ist als vierstreifiger Neubau von der Landesgrenze Bremen/Niedersachsen bis zur Autobahnanschlussstelle Bremen/Brinkum mit einer Länge von 2,5 Kilometern und Kosten von 26,7 Millionen Euro veranschlagt, so Knoerig weiter.

Für Bürgermeister Niels Thomsen (parteilos) ist die „B 6 neu“ unverzichtbar. Er freue sich über die Einstufung im Bundeswegeverkehrswegeplan, das allein gebe aber nicht die Sicherheit, dass die Trasse gebaut werde.

Zudem gebe es noch gar keine Planungen, wie die Straße verlaufen könne. „Bremen will eine Unterführung unter der Start- und Landebahn des Flughafens, der Bund finanziert nur die Umfahrung des Flughafens.“ Wenn die Hanseaten die teurere Tunnellösung wollen, dann müssten sie den Betrag dafür auch im Haushalt bereitstellen, findet Thomsen.

„Ich vermisse die Ernsthaftigkeit in der Planung“, kritisiert Thomsen. Der Bundesverkehrswegeplan stelle auch eine Verpflichtung dar. Die Einstufung als vordringlicher Bedarf sei die höchstmögliche Bewertung. „Ich würde mich freuen, wenn die Straße bis 2030 umgesetzt wäre oder wenn zumindest in den kommenden Jahren erkennbar wird, wie die Planungen aussehen sollen.“

Die Auswirkungen der „B 6 neu“ seien für Stuhr von großer Relevanz: Der Verkehr staue sich schließlich auch auf der B 6 und der A 1 auf Stuhrer Gebiet. Er wünscht sich, dass Knoerig auch Kontakt zu Bremen aufnimmt.

Er habe mit Bürgermeister Carsten Sieling und Verkehrssenator Lohse gesprochen, ebenso mit Olaf Lies. „Alle sehen ein, dass die Trasse wichtig ist.“ Konkrete Zusagen habe es nicht gegeben.

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