Theodor Storm ist Thema in Moordeich

Stationen aus dem Leben des Frauendichters

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Unterstützung für Juraj Sivulka (2.v.l): Anna Lena Kauf (l.) und Elisa Gluschke (3.v.l) helfen ihm beim Rezitieren der Storm-Gedichte. Klavierstücke steuern (von r.) Derya Eren, Charlotte Richter, Esma Sare Onat und Maria Frey bei. Unter Leitung von Bernhard Schencke (hinten) spielen auch Sarah Aileen Siegmund, Talia Eren und Kristin Nietschke.

Moordeich - Von Andreas Hapke. Die Literaturreihe „Stationen eines Lebens“ ist längst mehr als ein Soloprogramm von Juraj Sivulka. Weil er sich der Leseförderung verschrieben hat, tritt der Deutschlehrer ein Mal im Jahr mit Schülern der KGS Moordeich auf. Nach Heinrich Heine und Friedrich Schiller hat es der Nachwuchs am Freitag, 11. März, mit Theodor Storm zu tun. Die Lesung beginnt um 19 Uhr im Forum der Lise-Meitner-Schule. Musikschüler der KGS begleiten die Veranstaltung auf dem Klavier, für Sound und Beleuchtung sorgt die AG Bühnentechnik.

Einmal mehr erhält Sivulka Unterstützung von Elisa Gluschke und Anna Lena Kauf aus der G7, die schon vor zwei Jahren Werke Heines rezitiert haben. Diesmal sind die beiden bei insgesamt neun Gedichten gefordert. „Ich baue auf ihre Erfahrung und weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann“, sagt Sivulka. „Hoffentlich kann ich sie bis zum zehnten Schuljahr dafür begeistern.“ Bislang jedenfalls finden die Mädchen Gefallen an der Zusammenarbeit mit ihrem Lehrer: „Es sind wieder schöne Gedichte dabei, ähnlich wie bei Heine und Schiller“, sagt Anna Lena Kauf.

Theodor Storm wird 1817 im schleswig-holsteinischen Husum geboren. Laut Sivulka erfährt er von seinen Eltern wenig Liebe, weshalb der Tod der Schwester für den Zwölfjährigen einen Riesenverlust bedeutet. Als Poet in Husum nicht gefragt, zieht es Storm nach Berlin. Dort entsteht unter anderem die Novelle Immensee. „Er wird als Frauendichter gefeiert, kommt als Dorfmensch in Berlin aber nicht klar“, erzählt Sivulka. Kurz vor seinem Tod vollendet er noch den „Schimmelreiter“. Storm stirbt 1888 in Hanerau-Hademarschen.

Über das Leben des Poeten wissen auch Elisa Gluschke und Anna Lena Kauf Bescheid. „Das müssen sie, denn sie sollen während der Lesung die entsprechende Stimmung schaffen“, sagt Sivulka.

Stimmung schaffen – so heißt auch der Auftrag für die Musikschüler, die unter Leitung von Simone Ehrichs und Bernhard Schenke Stücke aus verschiedenen Epochen aus ihrem Klavierunterricht vortragen. Maria Frey aus der G6 etwa spielt die „Eccossaise“ von Ludwig van Beethoven und Derya Eren aus der G9 den Walzer a-Moll von Frédéric Chopin. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bach haben die insgesamt sieben Schülerinnen ebenfalls einstudiert. Wie groß die Bandbreite ist, zeigt Charlotte Richters „Hello“ von Adele.

Nach dreimonatiger Vorbereitungszeit wird es für den Nachwuchs langsam Ernst: Heute steht die Generalprobe auf dem Programm – aber die darf im Sinne einer gelungenen Premiere ruhig in die Hose gehen. Der Eintritt ist frei, eine Spende für gemeinnützige Zwecke der Schule aber willkommen.

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