Das Thema Migration spielt auch beim Brinkumer Schweinemarkt eine Rolle

Ein Wertmarkenkalender als Bonbon für Flüchtlingskinder

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Zwei Protagonisten des letztjährigen Schweinemarkts.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Das Programm ist eingetütet. Wenn der Brinkumer Schweinemarkt am Sonntag, 20. September, um 13 Uhr öffnet, fehlt nur noch gutes Wetter. „Dann werden wir alle einen schönen Tag verleben“, ist sich Marktmeister Jürgen Schmidt von der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big) sicher. Die Geschäfte im Ortskern laden ebenfalls ab 13 Uhr zum Bummeln ein, der Flohmarkt schon ab 10 Uhr.

Das Thema Migranten ist auch bei dieser Veranstaltung präsent. „Während der Planung kam die Idee auf, etwas für die Flüchtlingskinder zu tun“, berichtet Schmidt. Gesagt, getan. Gemeinsam mit der Brinkumer Druckerei Stahmann entwickelte die Big einen Kalender mit Wertmarken, mit dem die Sprösslinge am Sonntag losziehen und sämtliche für sie organisierten Attraktionen einmal gratis ausprobieren können.

Und davon gibt es einige entlang der Bassumer und der Syker Straße. Da wäre zum Beispiel der sechs mal zehn Meter große Rennparcours, auf dem Mädchen und Jungen in Mini-Flitzern Gas geben können. Das Fahrgeschäft feiert seine Premiere beim Schweinemarkt. Auf dem großen Karussell sowie beim Ponyreiten und „Bungee Jump for Kids“ sollte der Nachwuchs ebenso auf seine Kosten kommen. „Die Aussteller sind uns preislich entgegengekommen, so dass alle ihren Beitrag zum Abreißkalender geleistet haben“, sagt Schmidt. 50 Exemplare hat die Druckerei aufgelegt, mehr Flüchtlingskinder gibt es laut Schmidt in Stuhr zurzeit nicht. Damit die heimischen Sprösslinge nicht leer ausgehen, „haben wir etwas tiefer in die Tasche gegriffen und werden Chips für Karussells verteilen“, erklärt der Marktmeister.

Begeistert von der Idee des Abreißkalenders zeigt sich die in der Flüchtlingsarbeit engagierte Ute Sydow. „Die Kinder kennen solche Märkte aus ihrer Heimat nicht. Und dann sollen sie hier dafür zahlen? Das geht nicht“, sagt die Seckenhauserin. Sie hat ein ehrenamtliches Netzwerk ins Leben gerufen, um die Migranten unbürokratisch unterstützen zu können, und stellt dies während des Schweinemarkts in Höhe der Syker Straße 5 vor. Dort informiert auch die Gruppe „Stuhr ist bunt“ über ihre Aktivitäten. „Natürlich geht es auch darum, neue Mitstreiter zu finden“, sagt Sydow. „Stand heute können wir die Hilfe noch organisieren, aber wir müssen den Blick nach vorn richten.“

Insgesamt hat Schmidt 35 Stände auf die Bassumer und die Syker Straße verteilt, an denen es Waffeln, Crêpes, Schmalzkuchen, Bratwurst, Pommes, Nackensteak, Fisch, Eis, Getränke und mehr gibt. Wer seinen Imbiss zur Musik genießen möchte, hat dazu am Krügelbrunnen und am Hotel Bremer Tor Gelegenheit. Auf der Bühne vor dem Krügelbrunnen präsentieren sich ab 14.30 Uhr verschiedene Gruppen der Kreismusikschule: das Percussion Ensemble und das Pop-Orchester, beide unter Leitung von Holger Twietmeyer, die Lehrer-Band, die von Hildburg Giehoff unterrichteten Blockflötenschüler, das Gitarren-Ensemble unter Leitung von Kurt Kratzenberg und die Mo’ Jazz & Horns, bei denen Jens Schöwing den Takt angibt. Am Bremer Tor treten der örtliche Shanty-Chor und die Stuhrer Musikfreunde auf. Laut Schmidt beteiligt sich die Gastronomie ebenfalls mit Musik.

Während die Autohäuser aus Stuhr und Weyhe traditionell zum Marktprogramm zählen, betritt die Kommunale Technikberatungsstelle mit ihrer Messe „Besser zuhause: Wir helfen, wo wir können“ Neuland. Mitglieder des Technikbeirats halten ab 13 Uhr im Bremer Tor Infos und Hilfsmittel zum Schwerpunktthema Barrierefreiheit parat. Jeweils zur vollen Stunde hören die Gäste einen Impulsvortrag „Finanzierung und Zuschüsse für barrierefreien Wohnraum“ von Debora Stockmann. „Natürlich sind die Räume im Hotel barrierefrei zugänglich“, betont sie (siehe auch die heutige Sonderveröffentlichung zur Messe).

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