Kriminalstück „Zahltag“

Theater Pur: „Viel Verwirrung und viele Wendungen“

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In dieser Besetzung bringt das Theater Pur sein Stück „Zahltag“ auf die Bühne des Rathauses.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Mit seinem dritten selbst verfassten Stück gastiert das Theater Pur aus Weyhe am Samstag, 20. Januar, um 20 Uhr im Stuhrer Rathaus. „Zahltag“ heißt die Geschichte von Thea Rup, die es im wirklichen Leben allerdings nicht gibt. „Rup heißt umgedreht Pur, wir haben da alle dran mitgeschrieben“, verrät das mit 61 Jahren ältestes Ensemble-Mitglied Margret Hermes. Der jüngste Darsteller ist 19 Jahre alt.

Diesmal geht es um die Zwillingsbrüder Patrick und Philipp (Christian Haase), die Anwälte der renommierten Frankfurter Anwaltskanzlei Rausch & Rausch. Als einer der beiden ermordet wird, scheint der Täter schnell gefunden. Doch Kommissarin Sabine Fältz hat da so ihre Bedenken. Ihr ist die Beweislage zu offensichtlich.

„Viel Verwirrung und viele Wendungen“ kündigt Margret Hermes für das Kriminalstück an. Bei einem Mord, zwei Anwälten, drei Frauen, vier Motiven und fünf Tatverdächtigen kein Wunder.

Nach Auskunft von Margret Hermes ist das Ensemble stolz darauf, erneut ein eigenes Werk auf die Bühne zu bringen. „Das ist ungewöhnlich“, sagt sie. Aber auch unvermeidlich: In den vorhandenen Bühnenstücken gebe es häufig Charaktere, die das Theater Pur nicht besetzen könne. Was tun, wenn man den jungen Herrn oder die junge Dame gerade nicht hat, weil er oder sie irgendwo studiert? „Bevor die Gefahr besteht, dass der Krimi dann schlecht wird, schreiben wir lieber selbst einen“, sagt Margret Hermes. Anfangs habe das Mut gekostet, doch dann habe sich plötzlich eine Tür geöffnet.

„Wir sind flexibel geworden“

„Wir sind flexibel geworden“, sagt die Darstellerin. „Wenn uns das gnadenlose Publikum bei der Generalprobe seine Meinung geigt, ändern wir eben noch etwas ab.“ Zudem könne sich das Ensemble die Rollen auf den Leib schreiben. Margret Hermes etwa spielt diesmal eine Sekretärin, „weil ich schon immer eine Sekretärin spielen wollte“, sagt sie. Christian Haase habe endlich mal die von ihm gewünschte Rolle des Bösewichts bekommen.

Theater Pur hat sich 2002 unter dem inzwischen verstorbenen Johann Kattner gegründet, seit 2005 steht es auf der Bühne. Die insgesamt 22 Mitglieder verbindet die Liebe zum Kriminaltheater. Plattdeutsche Stücke allerdings kommen den Puristen nicht auf die Bühne. „Dazu beherrschen zu wenige von uns diese Mundart“, begründet Margret Hermes.

Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt zehn Euro. Karten gibt es im Bürgerbüro und in den Filialen der Mediengruppe Kreiszeitung.

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