Die „Tenöre4You“ machen in der St.-Pankratius-Kirche in Alt-Stuhr Station

Musik aus Opern, Filmen und Musicals

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Nach Vorstellungen in Delmenhorst und Syke in den Vorjahren treten die „Tenöre4You“ in Stuhr auf.

Alt-Stuhr - Von Angelika Kratz. Ein volles Kirchenhaus zum musikalischen Jahresauftakt in Alt-Stuhr, selbst die Stühle im Gang waren am Sonntagabend besetzt. Eigentlich hätte Organisator Klaus Helbig noch viel mehr Karten verkaufen können. Grund für den Andrang waren die „Tenöre4You“, die auf ihrer Tournee durch Deutschland in der St.-Pankratius-Kirche Station machten.

Nach Auftritten in Delmenhorst und Syke in den Vorjahren gab es für die Fans des Klassik-Pops nun Gelegenheit, Toni Di Napoli und Pietro Pato fast hautnah in der Gemeinde zu erleben. Für leichte Irritationen mag bei manchem Gast der Name des Duos, „Tenöre 4You“, gesorgt haben. Tatsächlich erfüllten „nur“ zwei Stimmen den Altarraum, die Technik tat ihr Übriges. Mitgebracht hatten Toni Di Napoli und Pietro Pato bekannte Ohrwürmer aus Operetten, Musicals und Filmen. Der schmetternde Heldentenor von Di Napoli und die geerdete, nicht minder hörbare Stimme von Pietro Pato ergänzten sich ganz hervorragend.

Das für den Streifen „Frühstück bei Tiffany“ komponierte „Moon River“ bot Filmsequenzen inklusive des legendären Augenaufschlags von Audrey Hepburn. Mit „Ave Maria“ schwenkten die beiden Tenöre in eine andere Welt um. Dort ging es mit „Amazing Grace“ weiter, und bei „O sole mio“ schaukelte die entspannte Seele mit einem Gondoliere über Venedigs Wasserstraßen.

Die Leinwand vor dem Altar nahm das Publikum mit auf einen Flug über den Wolken und via Sternenhimmel wieder zurück zu herrlichen Landschaften. Das lenkte gelegentlich ab, denn der Blick und das Gehör waren wegen der wechselnden Bilder und Stimmen nicht immer gemeinsam unterwegs. Dennoch öffneten sich die Herzen der Besucher, denn wer wird nicht schwach bei einem „Memory“ aus dem Musical „Cats“ oder einem „My Way“, einst gesungen von Frank Sinatra.

Professionell und gefühlt leicht an der Grenze zum Kitschigen boten die Auszüge aus dem Film „Titanic“, die Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini und das abschließende „Time to say goodbye“ beste Unterhaltung mit zwei wunderschönen Stimmen.

Die „Tenöre4You“ hatten sich als Tony Tchakarov und Plamen Patov vor einigen Jahren bei einem Gesangswettbewerb eher zufällig kennen gelernt. Tony saß als anerkannter Sänger in der Jury, während Plamen Patov ein hoffnungsvoller Teilnehmer des Wettbewerbs war. Das Duo fand beruflich zusammen und legte sich, wie in der Branche üblich, Künstlernamen für die Tourneen in Deutschland zu.

In Stuhr gibt es nun eine weitere Fangemeinde, die sich zunehmend auch gesanglich einbringen durfte. Gemeinsam wurde schließlich die Zugabe „Havana Gira“ gesungen, bevor alle bunten Lichter ausgingen und die ehrwürdige Kirche wieder ihr typisches Erscheinungsbild annahm.

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