Stadtradeln für einen guten Zweck

Teams setzen Zeichen für Klimaschutz

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Die Hospizbegleiter um Ursula Krafeld (2.v.r.) sind als eines von zehn Stuhrer Teams an den Start gegangen.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Dass der Hospizverein Gutes tut, indem er sich um schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige kümmert, ist hinlänglich bekannt. In den vergangenen drei Wochen haben die Ehrenamtlichen auch auf eine andere Weise zu einer Verbesserung der Lebensqualität beigetragen. Die Hospizbegleiter um Vorsitzende Ursula Krafeld traten kräftig in die Pedale, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Sie hatten eine Mannschaft für den Wettbewerb Stadtradeln des Klimabündnisses gegründet und schickten damit eines von zehn Stuhrer Teams ins Rennen.

Die bis Sonntag gefahrenen Kilometer flossen in die Wertung ein. Der Hospizverein etwa hat es mit seinen 13 Radlern seit dem 30. Mai, dem Startschuss der Kampagne in Stuhr, auf insgesamt 2903 Kilometer gebracht und damit mehr als 410 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) eingespart.

Das mit Abstand beste Ergebnis erzielten die 15 „Klimaflitzer“, die Rathausmitarbeiterin Ines Kastens um sich geschart hatte (wir berichteten). Sie schafften alle zusammen 4136 Kilometer, was eine Einsparung von 587 Kilogramm CO2 bedeutet.

72 Teilnehmer haben die zehn Mannschaften für den Wettbewerb gemeldet, das sind sieben Radfahrer mehr als im Vorjahr. Im Gesamtergebnis schlägt sich das noch nicht nieder. 15.980 geradelte Kilometer (2 269,1 Kilogramm CO2-Reduzierung) kamen in diesem Jahr zusammen, 2015 waren es noch 17.235 Kilometer (2482 Kilogramm CO2). Allerdings können die Teams noch bis kommenden Sonntag Kilometer nachtragen.

Niedersachsenweit kann sich das Engagement der Stuhrer schon jetzt sehen lassen. Mit 222 Kilometern pro Person und einer damit einhergehenden Reduzierung der CO2-Emissionen von 32 Kilogramm belegt die Gemeinde zurzeit den zehnten Platz unter 50 teilnehmenden Kommunen. Drei Kommunen befinden sich aber noch mitten drin in der Kampagne, 18 haben noch gar nicht damit begonnen. Über den Zeitraum ihrer Teilnahme können Städte und Gemeinden selbst bestimmen. Bundesweit steht Stuhr zurzeit auf Platz 45. Die Gemeinde hat nach 2015 zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teilgenommen.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Klimaflitzer: 15 Teilnehmer/4 136,0 geradelte Kilometer/587,3 Kilogramm CO2 vermieden; Hospizverein: 13/2 902,5 km/ 412,2 kg CO2; Kuppelcrew: 7/2 236 km/317,5 kg CO2; Brinkumer Pedalritter: 7/1 744,7 km/247,7 kg CO2; Offenes Team Stuhr: 7/1 482,6 km/210,5 kg CO2; Power-Jugend: 2/1 158 km/164,4 kg CO2; Granatapfel: 6/1 012,2 km/143,7 kg CO2; Firma Meisel: 9/789,0 km/112 kg CO2; Kirchengemeinde Seckenhausen: 4/411 km/58,4 kg CO2; Gemeinderat Stuhr: 2/107,9 km/15,3 kg CO2.

www.stadtradeln.de

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