Tangorhythmen und zarte Liebeslieder

Fabrizio Consoli begeistert im Rathaus Stuhr

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Mit seiner Gitarre und seiner rauchigen Bassstimme zieht der Italiener Fabrizio Consoli die Zuhörer in seinen Bann.

Stuhr - Von Bernd Ostrowski. Auf seiner Tournee durch Deutschland, die insgesamt 23 Konzerte umfasst, machte am Freitag der 53-jährige italienische Sänger Fabrizio Consoli im Stuhrer Rathaus Station. Der Pianist Gigi Rivetti begleitete ihn am Flügel. Consoli begeisterte das Publikum mit seiner sonoren rauchigen Bassstimme.

Mit dem Gitarrespielen habe er bereits im Alter von elf Jahren begonnen, erklärte Consoli auf Nachfrage. Seine Kenntnisse der deutschen Sprache waren eher dürftig, das einzige Wort, das ihm häufig über die Lippen kam, war „Liebeslied“.

23 Titel aus der eigenen Feder standen auf dem Programm, davon alleine sieben Lieder aus seiner neuen CD „Fabrizio Consoli 10“, die er mit in dem Gepäck hatte. Das Konzert begann mit dem nachdenklichen Titel La Cultura, in dem es heißt: „La cultura è una parola ambigua“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Die Kultur ist ein mehrdeutiges Wort“. Ebenfalls aus seiner neuen CD war der rhythmisch betonte Song „Credo“ mit dem Text „Credo negli ultimi è nei primi“, auf Deutsch „Ich glaube an die Letzten und an die Ersten“. 

Virtuosität am Piano

Im Dreivierteltakt war der besinnliche Titel „Partir“ zu hören. Darin heißt es „aufbrechen, ohne zu wissen, was richtig und was gut ist“. Der sehr melodiöse Song „Sirena“ war ebenfalls als Liebeslied angekündigt, ebenso ein fetziges Lied vor der Pause mit der Überschrift „La Fidanzata“, auf Deutsch „Die Liebste“, der mit dem Text „Ciao, buongiorno amore è una splendida giornata“ beginnt. Übersetzt man dieses, heißt das so viel wie „Ciao, guten Morgen Liebste, heute ist ein wunderschöner Tag“.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter im Tangorhythmus, gefolgt vom flotten Song „Revolución“, der übersetzt wie folgt beginnt: „Ich bin ein Mann, den man aufrichtig nennt.“ Dieser rhythmisch sehr bewegte Titel ist ebenso ein Liebeslied wie der Song „Camera con vista“ – „Zimmer mit Ausblick“, den Consoli gefühlvoll ins Mikrofon hauchte. Hier hatte der Pianist Gigi Rivetti Gelegenheit, seine Virtuosität am Piano in einem Klaviersolo unter Beweis zu stellen. Nach gut zwei Stunden endete das Konzert. Anhaltender Beifall veranlasste die Musiker zu einer Zugabe. Diese war dann das einzige auf Deutsch gesungene Lied des Abends. Es begann „Eine Minute, um dieses Leben zu verstehen, eine Viertelstunde für die unendlichste Stunde, damit Du den Schmerz erlernst, dann eine Stunde für die Liebe“ und endete „Ich gebe Dir ein Leben, um diese Minute zu verstehen“.

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