Ute Sydow distanziert sich von Kritik

„Gespräche auf Augenhöhe führen“

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Ute Sydow (l.) engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Archivfoto: ak

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Ute Sydow, Koordinatorin des Flüchtlingsnetzes Stuhr, distanziert sich von der Kritik ihrer Mitstreiter Wolfgang Kubale und Joachim Busse. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde laufe gut, sagt Sydow. „Aber es ist doch klar, dass uns nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann, vor allem nicht immer sofort“, sagt sie.

Busse und Kubale hatten bemängelt, dass sie zwar das Gespräch mit Bürgermeister Niels Thomsen gesucht hatten, es bisher aber noch keine Lösungen für zum Beispiel Räume gebe (wir berichteten).

Auch dem Vorschlag der beiden Männer, das Ladenlokal der ehemaligen Fressnapffiliale an der Jupiterstraße in Brinkum in einen Flüchtlingstreffpunkt zu verwandeln, steht die Koordinatorin skeptisch gegenüber. „Die Miete kostet dort 3200 Euro, wer soll denn das bezahlen?“. Sie habe nur gute Erfahrungen mit der Gemeindeverwaltung, sprich den dortigen Mitarbeitern und dem Rathauschef gemacht. „Ich hatte ihm vor ein paar Wochen eine dringende Mail geschickt, ob wir den Flohmarkt in der Fressnapf-Immobilie veranstalten können. Er hat es delegiert und wir konnten die Räume nutzen“, berichtet Sydow. Das sei für sie das Wichtigste: Gespräche auf Augenhöhe zu führen und nicht gegeneinander zu arbeiten. „Ansonsten macht man mehr kaputt, als dass man etwas erreicht.“

Sie sei auch oft ungeduldig, sagt Sydow. „Ich wünsche mir auch eine Anlaufstelle für die Flüchtlinge, aber wir können sie nicht herzaubern. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die Augen offen halten.“ Das Vorgehen von Kubale und Busse empfindet sie als „negative Stimmungsmache. Das ist ein Verhalten, das wir absolut nicht gebrauchen können. Es gibt so viele Dinge, um die man sich kümmern kann, dafür sollten wir unsere Energie lieber verwenden“.

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