Die swb-Gruppe kündigt Ausbau für kommenden Sommer an

Schnelleres Internet für 300 Haushalte in Fahrenhorst

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Einer der beiden Kabelverzweiger an der B51, die für den Breitbandausbau aufgerüstet werden.

Fahrenhorst - Von Andreas Hapke. Rund 300 Haushalte in Fahrenhorst könnten ab Anfang Juni kommenden Jahres in rasantem Tempo durchs Internet surfen. Die Voraussetzungen dafür will die swb-Gruppe mit der sogenannten Vectoring-Technologie schaffen. Das Unternehmen kündigt Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde an.

Bürgermeister Niels Thomsen begrüßt den Ausbau, der allein auf die Initiative der swb zurückgehe und damit ohne öffentliche Zuschüsse auskomme. „Auch in nicht so dicht besiedelten Gebieten gibt es Betriebe, die Daten ins Netz bringen müssen, seien es Architekten oder Ingenieure“, sagt Thomsen.

Nach Ansicht von Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier zählt Internet inzwischen „ebenso zur Infrastruktur wie Wasser, Strom und Gas“. Er wolle auch künftig Defizite an die Netzbetreiber weiterleiten.

Früher hat man über weiße Flecken gesprochen und damit jene Gebiete gemeint, die noch nicht mit Breitbandanschlüssen versorgt waren. Doch auch vor Jahren angeschlossene Ortsteile könnten laut Thomsen bald wieder weiße Flecken – sprich rückständig – sein, da „die Ansprüche steigen und die Technologie sich ändert“. Wie schnell die Entwicklung voranschreitet, hat die Verwaltung selbst gerade erlebt. Die swb hatte ihr ursprünglich einen Ausbau angekündigt, der Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erlaubt, nun sind es 100 Megabit geworden.

Von den schnellen Bandbreiten profitieren nicht nur Häuser im Fahrenhorster Ortskern, sondern auch entlegenere Straßenzüge wie Warwer Sand, Zum Hombach, Heidkämpe und vereinzelt Feiner Straße. 211 Adressen sind es insgesamt.

Dafür rüstet das Unternehmen an der Bundesstraße 51 zwei Kabelverzweiger auf, bei denen die Anschlüsse der Kunden zusammenlaufen und mit dem übergeordneten Netz verbunden sind. Über einen zusätzlichen Technikschrank werden diese Knotenpunkte mit der vorhandenen Glasfaserleitung der swb verbunden. Dadurch erhöht sich die verfügbare DSL-Geschwindigkeit. Die notwendige Verlegung der Leitung und das Aufstellen des Technikschranks übernimmt die Schwestergesellschaft Ewe Netz.

Ralf Glaubitz, regionaler Ewe-Vertriebsleiter, legt Wert auf den Zusatz „bis zu“ 100 Megabit. „Das Glasfaserkabel geht nicht bis zu den Haushalten“, begründet er. Je weiter die Entfernung vom Kabelverzweiger, desto schwächer das Signal.

Mit der Offensive in Fahrenhorst können insgesamt fast 2800 Stuhrer Haushalte potenziell das Hochgeschwindigkeits-Internet nutzen. Das Ende der Fahnenstange soll damit noch nicht erreicht sein. „Wir schauen weiterhin auf die Gemeinde“, stellt Sven Schmitz, Geschäftsführer der kommunalen Energiespargesellschaft in der swb-Gruppe, in Aussicht. „Es gibt viel Potenzial, doch das hängt von der Technologie und von der Wirtschaftlichkeit ab.“ Thomsen wüsste schon, worauf das Unternehmen sein Augenmerk richten könnte: „Obernheide und Blocken sind immer ein Thema.“

Anfang 2016 will die swb ihre potenziellen Kunden in Fahrenhorst anschreiben. Wer sich vorab informieren möchte, kann sich (trotzdem schon) im Internet informieren.

www.swb-gruppe.de/dsl-aktion

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