Ärger am Spielplatz „An der Lake“

Auf der Suche nach einem Platz für die Jugendlichen

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Sie streben gemeinsam eine Verbesserung der Situation des Spielplatzes auf der Lake an (v.l.): Hans Schüler, Teamleiter Jugend der Gemeinde Stuhr, Spielplatzwart Lothar Schomaker und Anwohnersprecher Martin Ballandis-Wedeharke.

Varrel - Von Ulf Buschmann. Abends kommen die Jugendlichen, am nächsten Morgen machen zurückgelassene Flaschen, Glassplitter und manch anderer Unrat den Kindern und ihren Eltern das Leben schwer. Deren für sie unerfreuliche Situation stand am Montag im Mittelpunkt der Diskussion der Spielplatzpaten der Gemeinde Stuhr. Sie trafen sich unter anderem zum Ortstermin auf dem Spielplatz „An der Lake“ in Varrel.

Martin Ballandis-Wendeharke wünscht sich eine Verbesserung. Ihm gehe es darum, „ein Plätzchen für Jugendliche zu finden“, sagt der Sprecher der Anwohner des Spielplatzes. Er ergänzt: „Vielleicht ein bisschen separat vom Spielplatz.“ Damit bringt er die aktuelle Lage des Areals auf den Punkt. Sie treibt seit einigen Wochen nicht nur die Nachbarn um. Auch Peter Schüler, Teamleiter Jugend der Gemeinde Stuhr, Frauke Freytag, bei der Gemeinde für die Spielplätze und die Grünpflege zuständig, machen sich Gedanken – ebenso Spielplatzwart Lothar Schomaker.

Er gehört zu den rund 30 sogenannten Spielplatzpaten der Gemeinde Stuhr. Sie sollen in erster Linie mit den jungen und älteren Nutzern ins Gespräch kommen und auf diese Weise ihren Beitrag für Sicherheit und Sauberkeit leisten. Die Stuhrer Spielplatzpaten gibt es laut einem Faltblatt der Gemeinde bereits seit dem Jahr 2006. Sie sind – unter anderem neben den „Nachtwanderern“ – Teil eines Netzwerks, das den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit im öffentlichen Raum vermitteln soll.

Damit jedoch haben die Nachbarn des Spielplatzes „An der Lake“ seit einiger Zeit Sorgen. Insbesondere an den Wochenenden werde die Holzhütte bei Eintritt der Dämmerung zum Treffpunkt der Älteren. Ballandis-Wendeharke und ein weiterer Anwohner berichten von leeren und zerbrochenen Flaschen.

Sechs Monate Versuchsphase

Doch einfach die Hütte als Zentrum allen Übels vom Spielplatz zu entfernen, ist nach Überzeugung der versammelten Runde keine Lösung. Zudem lasse sich das Problem damit nicht lösen. „Dass Jugendliche auf Kinderspielplätzen sind, ist nicht neu“, sagt Schüler.

Vor diesem Hintergrund schlägt der Jugend-Teamleiter vor, die Hütte ein halbes Jahr stehen zu lassen. In dieser Zeit nimmt sich unter anderem Streetworker Eric Guinebert der jungen Leute an. Ziel solle es sein, sie wenigstens dazu zu bewegen, ihren Müll wieder mitnehmen oder in die entsprechenden Behälter zu werfen. Dies lasse sich schon durch ein oder mehrere Gespräche erreichen. Die Polizei zu rufen, sei in den seltensten Fällen erforderlich, gibt Schüler seine Erfahrungen wieder. Streetworker Guinebert nickt zustimmend: „Ich schicke niemanden weg.“ Er sei froh, wenn die Jugendlichen an einem festen Ort sind.

Einen Schritt weiter geht Anwohnersprecher Ballandis-Wendeharke. Er plädiert auch im Namen seiner Nachbarn dafür, den Bolzplatz herzurichten. Dort seien die Jugendlichen ungestört. Dafür müssten allerdings erst einmal die Leute des Gemeinde-Bauhofs anrücken und mähen, denn das Grass dort wuchert teilweise kniehoch. Viel geschehen in Sachen Pflege ist dort in jüngster Vergangenheit nicht.

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