Stuhrer Online-Shops spüren Auswirkungen des Arbeitskampfes

DHL-Streik: „Mal gehen die Pakete durch, mal nicht“

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Ab in den Warenkorb mit den Produkten der Firma Shark Sportswear. Doch nicht immer kommen sie in diesen Tagen pünktlich beim Kunden an. Screenshot: Ehlers

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Gewerkschaft Verdi hat die 200 Beschäftigten der DHL Home Delivery in Bremen am Mittwoch zum wiederholten Male zu Streikmaßnahmen aufgerufen. Grund ist die laut Verdi andauernde Verweigerungshaltung des Arbeitgebers, die Leistung der Beschäftigten mit einer entsprechenden Lohnerhöhung anzuerkennen. Wie wirkt sich das auf Online-Shops aus, die auf eine zuverlässige Zustellung angewiesen sind? Diese Zeitung hat sich bei zwei Stuhrer Unternehmen umgehört.

Ergebnis: Kundenbeschwerden halten sich ebenso in Grenzen wie geschäftliche Einbußen. Gleichwohl spüren die Firmen Auswirkungen des Arbeitskampfes. Da trifft es sich gut, dass die Konkurrenz störungsfrei im Einsatz ist. Norbert Wudick jedenfalls, gemeinsam mit seiner Frau Sabine Inhaber der Firma Sharks Sportswear mit Sitz in Fahrenhorst, ist in jüngster Vergangenheit hin und wieder auf UPS umgestiegen. „Das mache ich vor allem dann, wenn die Ware am nächsten Tag beim Kunden sein soll“, sagt Wudick. Dass dieser Expressversand teurer ist als DHL, falle nicht so ins Gewicht. „Das kommt nur fünf Mal in der Woche vor.“

Wudick vertreibt individuell gestaltete Sportkleidung für Running, Triathlon, Schwimmen, Spinning, Speedskating und Radsport. Rund 50 Pakete verlassen pro Woche das Unternehmen. Beschwerden habe es bislang keine gegeben. „Wenn die Ware rausgeht, erhalten die Kunden ja eine Tracking-Nummer und können den Sendeverlauf mitverfolgen“, erklärt Wudick.

Mal gehen die Pakete durch, mal nicht – das kann der Käufer auch bei der Firma Deluxe Marken in Groß Mackenstedt nachvollziehen. Der Arbeitskampf hat dem Unternehmen vor allem zu Beginn „viele Schwierigkeiten“ bereitet, sagt Lars Groeneveld, einer der beiden Geschäftsführer. „Anfangs wussten die Kunden noch nichts über den Streik, jetzt schon.“

Der Online-Shop setzt auf den Verkauf von Damenmode zu günstigen Preisen. Zurzeit müssen die Käuferinnen nicht nur damit rechnen, den bestellten Artikel später zu erhalten. „Es dauert gegebenenfalls auch länger, bis sie das Geld zurückbekommen, wenn sie die Waren an uns zurücksenden“, sagt Groeneveld. Das Unternehmen setzt ausschließlich auf DHL, und das soll auch so bleiben. „Wir wollen nicht von jetzt auf gleich umsteigen.“ Zumal das Geschäft weiter ganz gut laufe. „Verluste machen wir nicht.“

Verdi fordert für die DHL Home Delivery GmbH eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In den bisherigen fünf Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die Streiks dauern bis zum Wochenende. Für den Fall, dass die Arbeitgeber nicht einlenken, kündigt Verdi für kommende Woche weitere Streiks an.

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