Stuhrer Kirche beteiligt sich am Tag der Regionen und öffnet Glockenturm

Stabile Treppen, aber „rudimentär repariert“

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Nach dem Einbau neuer Teile im Juli ist die Glocke der Stuhrer Kirche wieder funktionsfähig.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Seit 2002 mischt Stuhr mit beim Tag der Regionen mit, der diesmal unter dem Motto „Heimat-Region entdecken – Kultur-, Natur-, Wirtschaftsvielfalt“ steht. An unterschiedlichen Orten im Gemeindegebiet rücken die Veranstalter am Sonntag, 4. Oktober, die Region in den Fokus. Akteure aus den Bereichen Energie, Ernährung, Handel, Landwirtschaft, Kunst und Kultur präsentieren sich ebenso wie Kirchen, Institutionen, Vereine und Verbände. Viele haben auch an die kleinen Besucher gedacht und Mitmachaktionen für sie organisiert.

Einen Ausblick auf die Region am Tag der Region – das ermöglicht die Kirchengemeinde Stuhr ab 10.30 Uhr. Sie öffnet den Glockenturm für schwindelfreie und gelenkige Personen, deren Kleidung laut Pastor Robert Vetter auch ein paar Spinnweben vertragen sollte. Nach seinen Beschreibungen erwartet die Besucher ein wahres Abenteuer, denn „die Erbauer haben im 14. Jahrhundert nicht daran gedacht, dass es mal von Interesse sein könnte, da hoch zu klettern“. Die Treppen seien zwar stabil, aber „rudimentär repariert und ausgelatscht“. Hinzu kämen zwei Engpässe, wo die Besucher unter Balken und einem Gestänge der Uhr hindurchklettern müssten – besonders pikant beim Abstieg, der nur rückwärts zu bewerkstelligen sei. „Mit Unfallvorschriften hat das nichts zu tun, doch dafür werden die Besucher mit einem Ausblick aus 22 Metern Höhe belohnt“, sagt Vetter. Unten zähle jemand, wieviele Leute hochgehen und wieder herunterkommen. Bislang hatte die Kirche den Turm nur am Tag des offenen Denkmals aufgeschlossen, „doch in diesem Jahr haben wir das anders gehandhabt“.

Ebenfalls neu dabei sind diesmal die Medienwerkstatt Stuhr, die zu einem Tag der offenen Tür einlädt, und das Hansa-Pflegezentrum, das unter anderem die Ausstellung „Das Leben im Dorf lassen“ zeigt.

Weitere Veranstalter melden sich nach längerer oder kürzerer Pause zurück. Dazu zählen auch Dorothee und Peter Röpe, die einen Einblick in ihre Imkerei an der Stuhrreihe gewähren. An einem Schaukasten mit Bienen sollen sich die Besucher faszinieren lassen von „den fleißigen kleinen Tieren, ohne die unsere Welt so viel ärmer wäre“, wie es auf der Einladung der Röpes heißt. Darüber hinaus können die Gäste einem Korbmacher über die Schultern schauen, sich beim Naturschutzbund informieren, altertümliche Traktoren bewundern und eine Kartoffelsuppe probieren.

In Heiligenrode lädt das komplette Mühlenensemble zu einem längeren Aufenthalt ein. In der Mühle selbst gibt es Vorführungen und eine Ausstellung alter Geräte, im Backhaus Butterkuchen, in der Künstlerstätte die Schau „Sonntags kein Bus“ der Stipendiatin Yeon-Ji Kim, in der Schusterwerkstatt altes Werkzeug und handgemachte Schuhe. Außerdem ist die Klosterkirche geöffnet, wo die Teilnehmer einer Gästeführung „Verborgenes“ entdecken.

Hütevorführungen mit Border Collies auf der Schafweide „Am Rövekamp“, die Besichtigung des Windparks Stuhr an der Siekstraße, Führungen durch die Gärtnerei und zu den Alpakas bei Pöppel-Stauden sowie eine Verköstigung im Weinhof Groß Mackenstedt zählen zu den Klassikern des Programms. Zu ausgewählten Veranstaltungsorten unternimmt der ADFC eine Radtour, die um 11 Uhr am Rathaus startet.

Überhaupt beginnen die meisten der 17 Aktionen um 11 Uhr, einige aber erst nachmittags. Manchmal ist auch eine Anmeldung erforderlich, etwa für das herbstliche Frühstücksbüfett im Reinershof-Café oder für den Erntedankbrunch in der Teestube von Anita Schmücker. Aus diesen Gründen empfiehlt Rathausmitarbeiterin Petra Spindelndreher einen Blick in die Broschüre. Die notwendigen Infos gibt es auch im Internet.

www.stuhr.de

www.tdr-nds.de

www.tag-der-regionen.de

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