Corona-Impfung ohne Termin

Stuhrer Impfzentren haben noch reichlich Stoff

Impfzentrum Harpstedter Straße.
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Impfzentrum Harpstedter Straße: Spontane Impf-Besuche sind hier ohne Termin möglich.

Stuhr – Impfen, Impfen, Impfen: Das ist das Rezept gegen die Corona-Pandemie, heißt es vonseiten der Politik. Damit der Impfschutz in der Gesellschaft alle schützt, also auch jene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, müsse die Impfquote mehr als 90 Prozent betragen. Erst dann werde die sogenannte Herdenimmunität erreicht.

In dieser Situation meldet nun das Impfzentrum an der Harpstedter Straße 83 in Stuhr von Piet Lueßen, dass dort noch jede Menge Impfstoff bereitsteht und es quasi keine Wartezeit für Impfwillige gibt. Das Besondere: Jedermann könne vorbeikommen, auch ohne Termin. Mitzubringen seien lediglich der Impfausweis, die Gesundheitskarte sowie ein ausgedruckter und unterschriebener Anamnesebogen.

Piet Lueßen, der in Stuhr eine Hausarztpraxis betreibt und in Fahrenhorst wohnt, hat vor einer Weile jede Menge Impfdosen in die sprichwörtlichen Hände bekommen und wirbt nun dafür, die Vakzine an den Mann oder an die Frau zu bringen. Das Problem sei, dass mRNA-Impfstoffe wie die von Moderna und Biontech nach dem Auftauen 30 Tage haltbar sind, sagt seine Frau Maren Lueßen. Danach müsse man die wegschmeißen.

Maren Lueßen: „Wir haben ziemlich viel Impfstoff und wollen den unter die Leute bringen.“ Sie selbst betreibt in Syke ein Impfzentrum. Auch dort gebe es noch reichlich Impfstoff.

Wir haben ziemlich viel Impfstoff und wollen den unter die Leute bringen. 

Maren Lueßen, Impfzentrum-Betreiberin

Doch wie kam es dazu? In Zeven war ein Impftermin für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte anberaumt gewesen. Die Aktion fiel ins Wasser, plötzlich stand Impfstoff zur Verfügung. Über die Stadt Syke sei das Vakzin dann den Lueßens angeboten worden, berichtet Piet Lueßen über das Glück im Unglück.

Im Impfzentrum Harpstedter Straße 83 seien noch rund 1 500 Impfdosen Biontech vorrätig. Die müssten bis 6. Januar verabreicht werden, sonst drohe der Verfall. Daher soll das „niedrigschwellige Angebot“ die Runde machen.

Impfzentrum Stuhr-Brinkum: Impfen läuft hier nur mit einem im Internet gebuchten Termin. Täglich stehen im Netz Hunderte neue Impf-Plätze zur Verfügung.

Geöffnet ist das Impfzentrum werktags von 8 bis 13 Uhr sowie am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr. An Heiligabend und Silvester ist Ruhetag, um den Mitarbeitern eine Verschnaufpause zu gönnen. Morgens sei dabei die Stoßzeit. Piet Lueßen: „Die Leute stehen vor der Öffnung Schlange, danach löst sich der Andrang auf.“

Am Montag nahmen rund 160 Menschen das Impf-Angebot an. Maximal könnten dort 500 Personen am Tag eine Impfung erhalten. So wie ein junges Pärchen aus Bremen am Montag. Die beiden, die ihre Namen nicht lesen möchten, holten sich ihre dritte Impfung (Booster) ab. In Bremen hätten sie den Impf-Termin erst Ende Januar erhalten, erzählen sie.

Die Booster-Impfung empfiehlt Piet Lueßen nach rund fünf Monaten. Moderna sei dabei besser gegen die – noch immer vorherrschende – Delta-Variante geeignet. Biontech für alle unter 30 sowie Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Beide Impfstoffe verringerten das Risiko einer schweren Corona-Infektion, so der Hausarzt.

Impfen bis die Region geboostert ist

Auch das Impfzentrum Brinkum am Betsbruchdamm 29 bietet Corona-Impfungen in der Gemeinde an, dort jedoch nur mit Termin. Die gebe es jedoch reichlich und täglich aufs Neue, berichten Dr. Yannic Blum und Tobias Ingenhoven. Buchbar auf der Internetseite www.impfzentrum-brinkum.de. Die Impfstation ist generalstabsmäßig aufgebaut und habe am Montag rund 1 000 Impfungen verabreicht.

Ein großes Glück seien die tollen Mitarbeiter, lobt Ingenhoven. „Da steckt sehr viel Planung und sehr viel Arbeit hinter, sonst würde das nicht funktionieren“, sagt er.

Im Schnitt berichten Vertreter beider Impfzentren, dass etwa wenig mehr als fünf Prozent aller Impfungen Erstimpfungen seien.

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