Geprahlt und geliefert

Stuhrer Firma Klima-Lüftung-Kälte erhält Creditreform-Bonitätszertifikat

Bekommt nicht jeder: KLK-Geschäftsführer Lars Brunken (l.) nimmt das Zertifikat, das Marco Krahberg von Creditreform mitgebracht hat, entgegen.
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Bekommt nicht jeder: KLK-Geschäftsführer Lars Brunken (l.) nimmt das Zertifikat, das Marco Krahberg von Creditreform mitgebracht hat, entgegen.

Die Firma Kälte-Lüftung-Klima mit Sitz in Stuhr hat das anerkannte CrefoZert bekommen, ein Bonitätszertifikat aus den Händen der Creditreform, das dem Betrieb ein hohes Maß an wirtschaftlicher Stabilität bescheinigt. Die Geschäftsführung freut sich, denn sie hielt damit, was sie vorher selbstbewusst versprochen hatte.

Stuhr – Lars Brunken, Geschäftsführer der Firma Klima-Lüftung-Kälte (KLK), hat gute Laune. Dafür sorgt ein noch nett verpacktes Zertifikat aus den Händen von Marco Krahberg, Kundenberater der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Das Besondere: Ein solches Zertifikat bekommt bei Weitem nicht jeder – und es bescheinigt, dass die Firma auf mehr als soliden Beinen steht.

Das ist in Zeiten einer Corona-Pandemie, die vielen Unternehmen das Leben sehr schwer macht, keine Selbstverständlichkeit. Doch auch außerhalb von Krisenzeiten würden nur etwa zwei Prozent aller Firmen die Bedingungen erfüllen, die das bundesweit anerkannte, CrefoZert genannte Bonitätszertifikat von seinen Besitzern verlangt.

„Es geht darum, wie das Unternehmen dasteht“, erklärt Marco Krahberg den Hintergrund. Dafür würden die Wirtschaftsprüfer von Creditreform sich die Bilanzen der Firmen genau anschauen, die Eigen- und Fremdkapitalstrukturen beleuchten und das Zusammenspiel weiterer Faktoren untersuchen. Sollte sich im Rahmen dieser Prüfung herausstellen, dass noch Aufholbedarf besteht, senkt Creditreform allerdings nicht nur den Daumen. „Im Zweifel wird dann geraten, was man machen kann, damit es bei der nächsten Prüfung klappt“, sagt Marco Krahberg.

„Sind keine Wurstbude!“

Dass es überhaupt zu einer ernsthaften Überprüfung der Firma KLK gekommen ist, ist dem Selbstbewusstsein von Lars Brunken zu verdanken. „Ich habe rumgeprahlt“, erinnert er sich lachend an den damals losen Kontakt zu Creditreform, „dass wir gut dastehen.“ Aus der Prahlerei sei dann der konkrete Vorschlag einer Prüfung im vergangenen Jahr geworden, aus der am Ende das seit dem 1. Januar und für den Zeitraum von genau einem Jahr gültige Zertifikat hervorging.

Für Kunden und Lieferanten sei ein solches anerkanntes Zertifikat „ein gutes Tool, um erkennen, dass man ein starker Partner ist“, so Marco Krahberg – oder wie Lars Brunken es noch etwas lockerer formuliert: „So können wir zeigen, dass wir keine Wurstbude sind.“

Mit Würstchen hat die Firma KLK indes wenig zu tun – auch wenn Lars Brunken im Verlauf des Pressegesprächs betont, dass der Betrieb „breit aufgestellt“ ist. Das sei auch der Grund, weshalb es der Firma so gut geht: „Wir sind seit 45 Jahren auf dem Markt und haben einen großen Bestand an Kunden, sowohl auf Gewerbe- als auch auf Privatkundenseite. Und da gibt es nicht überall immer die gleichen Bewegungen.“

Ganz spurlos seien die Folgen der Pandemie nicht am Betrieb vorübergegangen, erklärt Lars Brunken. „Im Einzelhandel hat man das extrem gemerkt“, sagt der Geschäftsführer stirnrunzelnd. „Wir durften zum Teil die Läden nicht mal mehr zur Wartung der Geräte betreten.“

In Krisenzeiten profitiert

Dafür habe man an anderer Stelle von besonderen Effekten profitiert. So sei durch die heißen Sommer 2018 bis 2020 der Bedarf und der Absatz an Klimageräten im privaten wie geschäftlichen Bereich enorm gestiegen. Und auch die hohe Nachfrage nach verbesserter Raumbelüftung als Folge der Corona-Pandemie sorge für „volle Auftragsbücher“ – auch das sei keine Selbstverständlichkeit. „Aber die Industrie hat wahnsinnig schnell reagiert. Die Anforderungen kannte man so ja gar nicht, denn die Luft soll ja nun nicht mehr nur gefiltert, sondern gleichzeitig auch auf Viren behandelt werden“, mahnt Lars Brunken an und schiebt nach: „Daher hatten wir diese Delle, die viele andere Branchen hatten, nicht.“

Nicht zuletzt sei die Firma KLK von den individuellen Folgen der Pandemie weitestgehend verschont und alle Mitarbeiter gesund geblieben. Man habe früh die Abläufe angepasst und etwa Homeoffice ermöglicht.

Zurück zum Zertifikat. Die Frage, ob Lars Brunkens Firma bei manchen untersuchten Parametern besonders hervorgestochen habe, verneint Marco Krahberg zunächst, aber führt dann aus: „Das Zertifikat hängt schließlich von allen Punkten und deren Zusammenspiel ab.“ Auch im laufenden Jahr werde weiterhin die noch solide Basis überprüft, um dann bei Bedarf das Zertifikat schon vorzeitig einziehen zu können, sollte sich an der Situation in der Firma doch noch etwas ändern.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Im Ausblick auf die Zukunft allerdings sieht Lars Brunken den Betrieb weiterhin in ruhigem Fahrwasser, zumal sich weitere Geschäftsfelder öffnen würde. „Gerade in der Lüftungstechnik ist viel Musik drin“, sagt er. Ein Stichwort, das er nennt: energetische Inspektion. „Wir prüfen, ob die Technik noch auf dem neuesten Stand ist. Falls nicht, machen wir Optimierungsvorschläge. Dafür lassen wir unsere Mitarbeiter nach und nach ausbilden.“ Diesen Zweig gehe die Firma KLK zwar noch „vorsichtig mit, aber das ist schon ein großes Pfund, das da auf uns wartet“.

Was den KLK-Geschäftsführer besonders freut, ist, dass das Handwerk „in den letzten Jahren extrem an Wertigkeit gewonnen hat“, so Lars Brunken. Daher sei es ihm besonders wichtig, in seinem Betrieb eine gute Ausbildung anzubieten, jedoch nicht nur im handwerklichen, sondern auch im kaufmännischen Bereich. „Wir stecken da viel rein“, sagt Lars Brunken.

Entsprechend sei dem Stuhrer Betrieb auch nicht Bange vor der nächsten Prüfung. „Wir wollen zeigen, dass wir eine finanzstarke Firma und ein neutral geprüfter, guter Arbeitgeber sind“, sagt Lars Brunken selbstbewusst. Er wirft einen Blick rüber zu Marco Krahberg und dem Zertifikat, das beweist: Die Worte des KLK-Geschäftsführers sind nicht bloß Prahlerei – sondern eine Kampfansage.

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