Beteiligung an bundesweiter Aktionswoche

Stuhrer Arbeitskreis will die Zukunft fair gestalten

Stuhr Fair-Sprecherin Annegret Merke mit Flyern, die Stuhrer Gleichstellungsbeauftragte Nicole Feldmann-Paske mit Plakat.
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Werben für die Aktion des Arbeitskreises Stuhr Fair: Sprecherin Annegret Merke (l.) und die Gleichstellungsbeauftragte Nicole Feldmann-Paske.

Der Arbeitskreis Stuhr Fair möchte den fairen Handel bekannter machen. Aus diesem Grund beteiligt sich die Gruppe in jedem Jahr an der bundesweiten Fairen Woche, diesmal mit einer Lesung der Autorin Imke Müller-Hellmann. Sie porträtiert neun Frauen, die in der Bekleidungsindustrie tätig sind.

Stuhr – Stuhr Fair, der Arbeitskreis für fairen Handel, ist eine feste Institution in der Gemeinde. Seit 2006 beteiligen sich die Mitglieder mit Aktionen an der bundesweiten Fairen Woche, die in diesem Jahr zum 20. Mal ausgerufen wird und unter dem Motto „Zukunft fair gestalten“ steht. Natürlich sind die Stuhrer wieder dabei.

Diesmal laden Sprecherin Annegret Merke und ihre Mitstreiter gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragte Nicole Feldmann-Paske zu einer Lesung mit Autorin Imke Müller-Hellmann ein, die ihr Buch „Leute machen Kleider: Eine Reise durch die globale Textilindustrie“ vorstellt. Zeit und Ort: am Donnerstag, 14. Oktober, um 19 Uhr im Treffpunkt „Sie(h)da“ an der Jupiterstraße 1. Der Termin liegt deutlich hinter dem Schlusstag der Fairen Woche am 24. September. „Wir haben es aber nicht früher hinbekommen. Corona spielte ja auch noch eine Rolle“, sagt Merke.

Angefangen mit Mädchenfußball

Den Fairen Handel bekannter machen – dies hat sich Stuhr Fair auf seine Fahnen geschrieben. Angefangen haben die Mitglieder mit Mädchenfußballspielen zwischen der KGS Brinkum und der KGS Moordeich mit fair gehandelten Bällen. Es folgten faire Frühstücke, Kochduelle und Schlemmermahle sowie Ausstellungen und Recycling von Handys. Vorträge und Projekte in Kirchen, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie bei den Landfrauen runden das Engagement ab.

„Wir versuchen immer, uns an verschiedene Adressaten zu wenden“, sagt Merke. „Mit Veranstaltungen, die den Menschen Freude bringen.“ Es gehe nicht um Verbote, sondern darum, den Menschen Alternativen aufzuzeigen. Wie mit dem Einkaufsführer, den Stuhr Fair gemeinsam mit dem damaligen Klimaschutzmanager Colja Beyer aufgelegt hatte.

In ihrem Buch beschäftigt sich Imke Müller-Hellmann mit Frauen, die in der Bekleidungsindustrie arbeiten. Die Autorin knöpft sich ihre Lieblingskleidungsstücke vor und sucht die entsprechenden Produktionsstätten auf, von Thüringen über Portugal bis nach Bangladesch, Vietnam und China. Insgesamt hat sie neun Frauen porträtiert, die mitunter so schlechte Arbeitsbedingungen haben, dass sie sich schon über mehr Zeit für einen Toilettengang freuen würden. „Bangladesch hat die billigsten Arbeitskräfte weltweit“, stellt Feldmann-Paske fest. In der Bekleidungsindustrie seien zu 80, 90 Prozent Frauen tätig. Diese würden speziell im südostasiatischen Raum als fügsam gelten, schnell arbeiten und keine Widerworte geben. „Sie sind entrechtet.“ Darüber und über die Situation der Frauen hierzulande „wollen wir in den Dialog gehen“, sagt Feldmann-Paske.

Offen für Ideen und Mitstreiter

Zuletzt ist es ruhig geworden um Stuhr Fair, was zum Einen auf Corona zurückzuführen ist. Die letzte Veranstaltung geht auf den März 2020 zurück, ein Schlemmerbrunch auf Gut Varrel. Zum Anderen hat die Gruppe nur noch sieben Mitglieder, weshalb Merke betont: „Wir sind offen für weitere Ideen und Mitstreiter.“ Die Gruppe trifft sich jeden letzten Dienstag um 16.30 Uhr in der VHS in Brinkum. Infos gibt es bei Merke unter 0421 / 73 555.

Information

Für die Lesung ist eine Anmeldung bis 8. Oktober nur per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte@stuhr.de möglich, und zwar unter Angabe der Adressdaten und Telefonnummer. Die Zu-/Absage erfolgt am 11.  Oktober. Es gelten die aktuellen Hygieneregeln.

Von Andreas Hapke

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