Mobilitätsgutachten im Verkehrsausschuss

Stuhr will ÖPNV optimieren

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Für die Buslinie 55 sind Verstärkerfahrten angedacht.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Gemeinde Stuhr möchte zusätzlich zwischen 175.000 und 274.000 Euro pro Jahr für die Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ausgeben. Hinzu kommen zwischen 26.950 und 112.750 Euro für die Verbesserung von „Bike & Ride“-Anlagen. Die Kosten sind abhängig von den ausgewählten Varianten und berücksichtigen noch nicht mögliche Förderbeträge. Über das Thema diskutiert Dienstag ab 18 Uhr der Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Soziales in Raum 145/146 des Rathauses.

Mit der Erarbeitung der Varianten hat die Gemeinde die Konsequenz aus einem Mobilitätsgutachten gezogen, das sie bei der Hannoveraner Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) in Auftrag gegeben hatte. Vorangegangen war im Dezember vergangenen Jahres ein Antrag der Grünen und der CDU, ein nachhaltiges, ganzheitliches und wirtschaftlich umsetzbares Mobilitätskonzept zu erstellen.

Die Optimierung der Taktzeiten im ÖPNV insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten bildet den Schwerpunkt der von der PGV unterbreiteten Vorschläge. Sie zielen auf Angebotsverdichtungen bei den Linien 55 und 120 mit teilweiser Änderung der Streckenführung ab, ebenso auf eine Neuordnung der Linien 113 und 227 sowie auf eine Änderung des Linienwegs beim Bus 226 auf Stuhrer Gebiet. Die Bausteine sollen bis zur Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 8 ihre Wirkung entfalten.

Linie 55 hat Priorität

Demnach genießen Verstärkerfahrten auf der Linie 55 morgens und am Nachmittag Priorität. Bis Haltestelle Tannenstraße würden sich die Betriebskosten auf jährlich 64.000, bis ins Gewerbegebiet Stuhrbaum auf 99.000 Euro belaufen.

Priorität 2 haben zusätzliche Fahrtenpaare der Linie 113, die Heiligenrode, Groß Mackenstedt, Varrel und Moordeich mit dem Roland-Center verbindet. Erreicht werden soll das über eine direktere Verbindung über die Moordeicher Landstraße. Von montags bis freitags würden pro Jahr Kosten von 76.000 Euro entstehen, von montags bis sonnabends wären 93.000 Euro fällig.

Ebenfalls mit Priorität 2 hat die PGV die zusätzlichen Fahrten der Linie 120 von Brinkum zum Bahnhof in Kirchweyhe eingestuft, um von dort mit dem Zug nach Bremen zu gelangen. Sinnvoll sei dies allerdings nur mit einer gleichzeitigen Anpassung des Tarifs.

Die Verbesserung der „Bike & Ride“-Anlagen würde in Brinkum, Moordeich und Stuhr 85.800 Euro, in Fahrenhorst, Groß Mackenstedt, Heiligenrode, Seckenhausen und Varrel 26.950 Euro sowie in der ganzen Gemeinde 112.750 Euro kosten.

Keine Flixbus-Pläne für Stuhr

Für die Umsetzung der Projekte spielen Fördervorgaben ebenso eine Rolle wie die Einschätzungen des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) und des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN).

Weitere von den Grünen und der CDU angesprochene Themen hat das Rathaus ebenfalls abgearbeitet. Eine Anfrage an die Firma Flixbus etwa habe ergeben, dass es dort keine konkreten Pläne zur Aufnahme Stuhrs in das Streckennetz gebe. Die Firma Cambio sehe die Gemeinde auch nicht als Car-Sharing-Standort. Um das Radwegenetz kümmere sich bereits der Kommunalverbund in seinem regionalen Mobilitätskonzept Radverkehr, mit zusätzlichen „Park&Ride“-Möglichkeiten soll Stuhr laut PGV-Gutachten bis zur Inbetriebnahe der Linie 8 warten.

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