Stuhr und Weyhe nehmen erstmals am Wettbewerb „Stadtradeln“ teil

Mit dem Drahtesel etwas Gutes für die Umwelt tun

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Der Klimaschutzmanager Colja Beyer ist schon jetzt aufs Fahrrad umgestiegen.

Stuhr/Weyhe - Von Andreas Hapke. Die Bewohner Stuhrs und Weyhes sind dazu aufgerufen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und dadurch beruflich und privat möglichst viele Radkilometer für den Klimaschutz zu sammeln. Beide Gemeinden nehmen erstmals am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teil.

Die Kampagne des Klima-Bündnisses läuft vom 29. Juni bis 19. Juli und dient der Förderung des „Null-Emissions-Fahrzeugs“ Fahrrad, wie es in einer Mitteilung heißt.

Laut Colja Beyer, Klimaschutzmanager für Stuhr und Weyhe, gehen die Teilnehmer in Teams à zwei Personen an den Start. In beiden Gemeinden winken den Gewinnern jeweils 100 Euro als Siegprämie. Ihre absolvierten Kilometer tragen die Teilnehmer unter www.stadtradeln.de in einen Online-Radelkalender oder in die Stadtradeln-App ein.

Alternativ hilft Beyer bei der Erfassung aus. Zu erreichen ist er unter Ruf 0421/8078595 oder per Mail an Klimaschutzmanager@ stuhr.de (@weyhe.de).

Darüber hinaus suchen beide Gemeinden ihre „Stadtradler-Stars“. Diese erklären sich im Vorfeld bereit, drei Wochen demonstrativ aufs Auto zu verzichten. „Sie dürfen auch nicht in einem Taxi mitfahren, wohl aber in Bus und Bahn“, erläutert Beyer. Die „Stadtradler-Stars“ erfassen ihre gefahrenen Kilometer mit einem Zähler, den sie zur Verfügung gestellt bekommen. Unter ihnen werden hochwertige Preise verlost. Auszeichnungen und Preise erhalten auch die engagiertesten Kommunen und Kommunalparlamente, denn die Politiker sind aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Mitmachen können alle, die in Stuhr oder Weyhe wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen sowie alle Mitglieder der Gemeinderäte. Sie können einem Team beitreten oder ein neues Team gründen. Auch Schulklassen, Vereine, Organisationen und Unternehmen können sich unter www. stadtradeln.de. anmelden.

„Fahrradfahren ist umwelt- und klimafreundlich, gesund sowie sehr preiswert“, sagt Beyer. Er hat errechnet, dass 46 Prozent, also fast die Hälfte der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen, in Weyhe im Verkehr entstehen. Das sind jährlich 100000 Tonnen Kohlendioxid und somit 3,6 Tonnen pro Einwohner und Jahr.

In Stuhr beträgt der Anteil der durch den Verkehr verursachten CO2-Emissionen zwar „nur“ 40 Prozent, doch dahinter verbergen sich jährlich 130000 Tonnen CO2, also 3,9 Tonnen pro Einwohner und Jahr.

„Die Hälfte der Verkehrsemissionen wird durch Personenwagen und Motorräder verursacht“, erklärt Beyer. Jeder Kilometer, der mit dem Rad statt mit dem Auto zurückgelegt werde, erspare der Umwelt ungefähr 140 Gramm Kohlendioxid.

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