Mehr Staus und Zusammenstöße, weniger Schwerverletzte

Großbaustelle auf der A1: Verdopplung der Unfälle

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Auf der A1 zwischen dem Dreieck Stuhr und der Anschlussstelle Brinkum ist es aufgrund der Baustelle eng und voll. Mehr Staus und Unfälle sind die Folge.

Stuhr - Von Katharina Schmidt. Die Zahl der Unfälle auf der A1 zwischen dem Dreieck Brinkum und der Anschlussstelle Stuhr hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Als Grund für den drastischen Anstieg nennt die Polizei die Großbaustelle. Zwecks Sanierung der Fahrbahn wurde und wird der Verkehr durch verengte Spuren geleitet.

Auf den gut zehn Kilometern, auf denen die Autobahnen 1 und 28 durch Stuhrer Gebiet führen, krachte es 2017 insgesamt 508 Mal. Zum Vergleich: Im Vorjahr zählte die Polizei dort 253 Unfälle.

Seitdem die Baustelle da ist, gibt es deutlich mehr Zusammenstoße und auch mehr Verletzte. Doch es gibt auch eine erfreuliche Nachricht: Gesunken ist die Zahl derjenigen, die schwere Schäden von einem Unfall davongetragen haben. Bei den meisten Betroffenen blieb es – wohl nicht zuletzt wegen der beschränkten Geschwindigkeit im Bereich der Baustelle – bei kleineren Blessuren.

Zehn Schwerverletzte, kein Toter

In Zahlen ausgedrückt: In den Stuhrer Abschnitten der A1 und der A28 verletzten sich im vergangenen Jahr zehn Menschen schwer. 2016 waren es 18. Die Zahl der Leichtverletzen stieg von 37 auf 81. Gestorben ist durch ein Unglück im Bereich der Großbaustelle niemand.

In ihrem Bericht zur Verkehrsunfallstatistik schreibt die zuständige Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, dass sich ein im Spätherbst 2016 von den verantwortlichen Behörden und der Autobahnpolizei entwickelten Sicherheitskonzept positiv ausgewirkt habe. Dieses umfasste unter anderem die Beleuchtung der Fahrbahn in der Nacht, Tempolimits, automatisierte Stau-Warnanlagen und zusätzliche Verkehrsbeschränkungen während der Nächte und am Wochenende. Auch die enge Zusammenarbeit mit Rettungskräften und der Feuerwehr gehört laut der Polizei zum Konzept.

Täglich Staus und Verkehrsstörungen

Den Beamten zufolge war zu erwarten, dass die Zahl der Unfälle durch die Baustelle ansteigt. Die eingeschränkte Verkehrssituation führe zu täglichen Verkehrsstörungen und Staus.

Ganz so schnell wird sich die Situation aller Wahrscheinlichkeit nicht ändern: Laut der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/Region Hannover dauern die Bauarbeiten zwischen Groß Ippener und Bremen-Arsten voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres an. Autofahrer sollten also weiterhin Zeit und Geduld mitbringen, wenn sie auf dieser Strecke unterwegs sind.

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