Sanierung der KGS-Hallen für 6,2 Millionen Euro

Die CDU guckt genauer hin

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Die Dachsanierung des Umkleidetrakts von Halle 1 ist bereits 2017 erfolgt. 

Stuhr - Von Andreas Hapke. 6,2 Millionen Euro für die energetische Sanierung der beiden Sporthallen der KGS Brinkum – das ist ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Gleichwohl haben alle Politiker des Schulausschusses am Donnerstag die Notwendigkeit des auf die Jahre 2019 und 2020 verteilten Projekts erkannt und seine Umsetzung auch zu diesem Preis empfohlen.

Für das laufende Jahr stimmten sie einer außerplanmäßigen Auszahlung von 745 000 Euro zu.

„Aufgrund der Größenordnung der Sanierung müssen wir die Entwurfsplanung europaweit ausschreiben. Und wenn wir im kommenden Jahr beginnen wollen, müssen wir das sofort machen“, begründete Kerstin Frohburg, Fachdienstleiterin Bildung, Jugend und Sport. Weitere rund 3 Millionen Euro werden 2019, knapp 2,5 Millionen Euro 2020 fällig. Diese beiden Summen sollen als Verpflichtungsermächtigung in einem noch zu beschließenden Nachtratshaushalt verankert werden.

Dass man bei diesen Beträgen genauer hinsehen darf, dachten sich die CDU-Politiker Ralph Ahrens und Finn Kortkamp. „Das sind drei Millionen Euro pro Halle. Was hätte denn ein Neubau gekostet?“, wollte Ahrens wissen. Kortkamp kamen die 745 000 Euro für die Entwurfsplanung viel vor. „Da bauen wir sonst einen kompletten Sportplatz für.“

In Sachen Neubau verwies Kerstin Frohburg auf die 2,8 Millionen Euro teure und ungefähr gleich große Halle, die der FTSV Jahn Brinkum gerade am Brunnenweg bauen lässt und die während der zweijährigen Sanierungsphase als Ersatzhalle dient (wir berichteten). „Für einen Neubau bräuchten wir aber noch eine zusätzliche Fläche“, sagte der Erste Gemeinderat Ulrich Richter. Die Kosten für die Entwurfsplanung verteilten sich auf mehrere Büros, die bis zum Ende der Sanierung beteiligt seien, sagt Hayo Wilken vom Fachdienst Hoch-, Tief- und Landschaftsbau. Laut Frohburg prüft die Gemeinde noch, ob es Fördermittel geben könnte.

Nachdem 2017 schon das Dach des Umkleidetrakts der Halle 1 repariert worden war, soll die Sanierung 2019 mit den Dächern und Fassaden beider Hallen beginnen. Danach geht es mit dem Boden, den Wänden und Trennwänden in Halle 1 weiter. „Sie ist die ältere von beiden“, begründet Kerstin Frohburg. 2020 ist Halle 2 an der Reihe. „Der Baukörper bleibt jeweils erhalten, aber er wird ins neue Jahrtausend überführt“, sagte Kerstin Frohburg. Bei Kortkamp klang das weniger euphorisch. Er sprach von einem „Zustand wie vor 30 Jahren, nur in schick“.

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