Stuhr hat eine von landesweit 192 Seniorenvertretungen / Beirat wählt neuen Vorstand

„Wir sind die einzige Organisation,die keine Nachwuchssorgen hat“

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Vorstand, Gäste und Geehrte des Seniorenbeirats: (v.l.) Vorsitzende Dagmar Bischof, Schriftführerin Gonda Fleming, Ilka Dirnberger, Vorsitzende des Landesseniorenrats, die Geehrten Horst Gloger und Rolf Schellbach, Christa Röder von der AG Hannover des Landesseniorenrats und Beiratsbeisitzer Hans Lüders.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Der Stuhrer Seniorenbeirat denkt darüber nach, seine Sprechstunden hin und wieder in die Ortsteile zu verlegen. „Viele scheuen den Weg ins Rathaus“, begründet die alte und neue Beiratsvorsitzende Dagmar Bischof. Bürgernähe müsse weiterhin das Ziel des Gremiums sein. Ihre jährlichen Podiumsdiskussionen behalten die Senioren ebenso bei wie regelmäßige Infoveranstaltungen. Zudem wollen sie die Vernetzung mit anderen Verbänden und Institutionen vorantreiben.

Anfang Juni hatten sich die Mitglieder zu den Neuwahlen des Vorstands getroffen. Zuvor hatten die Ü60-Bürger Stuhrs zum ersten Mal per Briefwahl über die Zusammensetzung des Beirats entschieden. Die Beteiligung lag bei 25 Prozent. „Diese hohe Akzeptanz für das neue Instrument stärkt die Position des Seniorenbeirats“, sagt Bürgermeister Niels Thomsen. Früher hatten laut Bischof 200 bis 300 Interessierte in Versammlungen die Mitglieder bestimmt.

Für Bischof ist es die zweite Wahlperiode als Vorsitzende. Außerdem macht Hans Lüders als Beisitzer weiter, während die neue Schriftführerin Gonda Fleming seit kurzem überhaupt Mitglied des Beirats ist. Die Senioren sind mit Dagmar Bischof im Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Soziales präsent sowie mit Heinz Reher im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt. Der Beirat hat neun Ortsvertreter, hinzu kommen je ein Delegierter der Arbeiterwohlfahrt, des Sozialverbands, des Deutschen Roten Kreuzes und der katholischen Kirche.

Horst Gloger, 13 Jahre Pressesprecher beim Seniorenbeirat, erinnert sich an die Anfänge des Büros im Rathaus: „In Verden sollte ein Seniorenbüro aufgemacht werden, von dieser Idee waren wir in Stuhr begeistert.“ Der damalige Bürgermeister Cord Bockhop habe ihnen sofort einen Raum zur Verfügung gestellt. „Wir saßen direkt bei den Fachleitern, auf die wir bei vielen Fragen und Problemen angewiesen waren.“ Bereits im Jahr 2000 habe der Beirat über die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht informiert. „Egal ob zur Staßenbahnlinie 8 oder zu Umgehungsstraße: Wir wurden gefragt“, erinnert sich Gloger. „Naja, passiert ist da ja noch nix...“

Gemeinsam mit Rolf Schellbach, zwölf Jahre Beiratsvorsitzender, ist Gloger gestern für sein Engagement ausgezeichnet worden. Eigens dafür waren Ilka Dirnberger, Vorsitzende des Landesseniorenrats, und Christa Röder von der Arbeitsgruppe (AG) Hannover des Landesseniorenrats, nach Stuhr gekommen. „Wir verleihen keine Orden, aber Anerkennung muss sein“, sagte Dirnberger. Thomsen lobte Schellbach und Gloger für ihre effiziente Seniorenarbeit. Beide sind inzwischen aus dem Beirat ausgetreten, was laut Dirnberger eine Voraussetzung für die Ehrung war.

„Wir sind die Lobbyisten für unsere Senioren und die einzige Organisation, die keine Nachwuchssorgen hat“, sagte Dirnberger. Inzwischen gebe es landesweit 192 Seniorenvertretungen, organisiert in den AGs Hannover, Weser-Ems, Lüneburg und Braunschweig.

• Die Sprechstunde des Seniorenbeirats geht jeden Dienstag von 9.30 bis 12 Uhr in Raum 232 des Rathauses über die Bühne.

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