Abriss an der Stuhrer Landstraße

Aldi in Stuhr zieht in ein Zelt: Neuer Markt soll im Sommer eröffnen

Ein Zelt, das der Aldi-Markt in Stuhr als Provisorium nutzt, während das neue Gebäude gebaut wird.
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Der Neubau kann beginnen: Das Zelt, in das Kunden und Mitarbeiter der Stuhrer Filiale für ein halbes Jahr ausweichen müssen, steht schon bereit.

Noch ist nur ein Zelt zu sehen. Doch das wird in den kommenden Wochen anders. In das Zelt soll noch im Januar der Aldi-Markt an der Stuhrer Landstraße einziehen.

  • Marktgebäude an der Stuhrer Landstraße wurde erst im Jahr 2009 errichtet und nun abgerissen.
  • Mit dem ALDI Nord Instore Konzept, kurz „ANIKo“, sollen die FIilialen heller und freundlicher werden.
  • Die Wiedereröffnung des Marktes in Stuhr ist für Ende Juni oder Anfang Juli vorgesehen.

Stuhr - Rund um das Zelt ist der Boden etwas aufgeweicht. Knapp ein halbes Jahr lang müssen die Kunden Lebensmittel, Shampoo und Co. in diesem Provisorium kaufen. Der Grund: Aldi Nord lässt das erst 2009 errichtete Gebäude abreißen und ein neues errichten. Die Wiedereröffnung ist laut Unternehmen für Ende Juni oder Anfang Juli dieses Jahres vorgesehen.

Hauptsitz:Essen
Umsatz:53 Milliarden EUR (2020)
Rechtsform:Zwei Konglomerate von unverbundenen Unternehmen
Gründung:1946, Essen

Dass der jetzige Markt nach so kurzer Zeit dem Erdboden gleichgemacht wird, hat einen Grund. Und dieser wiederum hat einen Namen: ALDI Nord Instore Konzept, kurz „ANIKo“. Damit sollen die Filialen heller und freundlicher werden. „Dafür sorgen ein neues Lichtkonzept, frische Farben, breitere Gänge und eine weitaus übersichtlichere Warenpräsentation“, schreibt Aldi Nord auf seiner Internetseite. Und: „Das Angebot vor allem bei frischer Ware – unter anderem Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch und Backwaren – sowie Bio-Produkten und Convenience-Artikeln haben wir für unsere Kunden deutlich ausgebaut.“

Aldi möchte weg von seinem Image als Billiganbieter und auf veränderte Kundenwünsche reagieren

ANIKo“ wird seit 2017 nach und nach an allen Aldi-Standorten der Region umgesetzt. Eine der ersten Filialen ist die im Bremer Ortsteil Rönnebeck gewesen. Mit seinem neuen Konzept wolle der Konzern wegkommen von seinem Image als Billiganbieter mit lieblos auf Paletten drapierten Waren, erklärte ein Aldi-Vertreter in einer Einwohnerversammlung vor einigen Jahren. Die Kundenwünsche hätten sich verändert.

Für das neue Konzept benötigt Aldi auch mehr Platz, sodass die Verkaufsfläche nach Unternehmensangaben von bislang 883 auf 1 178 Quadratmeter anwachsen wird. Das alles lässt sich im alten Gebäude nicht mehr unterbringen, also muss es weichen. Der Neubau soll darüber hinaus ein großer Wurf in Sachen Energiesparen und -effizienz werden.

Aldi setzt in neuem Markt auf modernste Technik mit Fotovoltaikanlagen auf dem Dach

„Dank modernster Technik wie einer Fotovoltaikanlage auf dem Marktdach und einer Wärmerückgewinnungsanlage, die den Marktraum im Zuge einer sogenannten Betonkernaktivierung kühlen und beheizen kann, kommt das Gebäude ohne fossile Brennstoffe aus“, erklärt eine Aldi-Nord-Sprecherin gegenüber der Kreiszeitung. Für die Kunden solle es überdies insgesamt 123 Parkplätze geben; darunter sind besonders breite für Menschen mit körperlicher Behinderung sowie Eltern-Kind-Parkplätze.

Bevor überhaupt klar war, dass die Baumaschinen an der Stuhrer Landstraße anrücken können, mussten sich die Kommunalpolitikerinnen und -politiker im Frühjahr 2019 mit dem Projekt befassen. Am Ende votierten der Stuhrer Ausschuss für Gemeindeentwicklung und der Gemeinderat für eine Änderung des Bebauungsplanes „Sondergebiet östlich der Stuhrer Landstraße“. Hintergrund: Dieser hatte bislang sehr viel weniger Verkaufsfläche vorgesehen als Aldi Nord in den kommenden Monaten verwirklichen möchte.

Nach 101 Jahren Lebensmittelhandel im Geburtshaus der Aldi-Gründer Albrecht hatte die Unternehmensgruppe ihre Filiale im Essener Stammhaus geschlossen und in unmittelbarer Nähe am 10. Dezember 2020 eine neue und mehr als doppelt so große Aldi-Filiale eröffnet.

Auch an anderen Standorten, an denen sich das Unternehmen vergrößern möchte, muss sich die Ortspolitik mit dem Ansinnen befassen – so etwa in Bremen, da die Stadtgemeinde vor einigen Jahren ihr „Zentren- und Nahversorgungskonzept“ verabschiedet hat. Darin ist genau festgelegt, wo welche Art von Verbrauchermarkt gebaut werden darf. Daran scheitert in einigen Stadtteilen der Wunsch der Bürger nach einem Nahversorger. Mit dem neuen Jahr kommen außerdem einige Änderungen auf die Kundschaft beim Einkaufen zu.

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