Kostenlose Corona-Checks in Stuhr

Stiftungshaus Fahrenhorst wird zum Testzentrum

Die Initiatoren Andreas Keller (v.l.) und Kai-Uwe Jobst, Berteiber Jan Patrick Wolters und Reiner Knebel aus dem Stiftungs-Vorstand vor dem Stiftungshaus.
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Vorest Coronatests statt Kulturveranstaltungen im Stiftungshaus. Andreas Keller (v.l.) und Kai-Uwe Jobst, Jan Patrick Wolters und Reiner Knebel aus dem Stiftungs-Vorstand.

Kostenlose, schnelle und sanfte Antigen-Tests für alle verspricht das Testcenter, das am Dienstag, 27. April, im Stuhrer Stiftungshaus eröffnet.

Fahrenhorst – So schnell kann es gehen: Nach nicht einmal zwei Wochen Planung bekommt Stuhr ein Corona-Testzentrum. Ab Dienstag, 27. April, soll das Stiftungshaus an der Turmstraße seine Türen für kostenlose Corona-Tests öffnen, jeweils dienstags und freitags von 10 bis 19 Uhr.

Die Tests sind kostenlos, weil das Zentrum sogenannte Bürgertests anbietet – auf die seit dem Corona-Gipfel Anfang März jeder Bürger einmal wöchentlich Anspruch hat. Damit richtet sich das „Testcenter Fahrenhorst“ nicht allein an Test-Willige aus der Stuhrer Umgebung. Vielmehr genüge es, einen Wohnsitz in Deutschland zu haben, betonen die Organisatoren. Ausdrücklich erwünscht sei auch, dass Betriebe ihre Leute ins Fahrenhorster Testzentrum schicken. Das sei das Positive für Firmen, erklärt Betreiber Jan Patrick Wolters: auf diese Weise müssten sie keine Tests für ihre Mitarbeiter zurückhalten.

Wolters führt bereits die Geschäfte von vier Testzentren in Bremen, das in Stuhr kommt ab kommender Woche als fünftes hinzu. Ihm ist wichtig, Menschen die Angst zu nehmen, die schon unangenehme Erfahrungen mit langen Wattestäbchen gemacht haben. Zum Einsatz kommen Antigen-Laienschnelltests. Für die reiche ein Abstrich im vorderen Nasenraum, das Stäbchen müsse nur 2,5 Zentimeter tief in die Nase geschoben werden. Bei Kindern sollen sogar ein bis anderthalb Zentimeter reichen.

Vorher anmelden muss man sich nicht. Auch sonst versprechen Wolters und die Mit-Initiatoren vom Stiftungshaus einen unkomplizierten Ablauf. Das Ergebnis soll innerhalb von 15 Minuten vorliegen und könne dann – als gedruckte Bescheinigung – direkt mitgenommen werden.

Die Initiative für ein Testzentrum im Stiftungshaus geht auf Andreas Keller und Kai-Uwe Jobst zurück. Denn die neue Kultur- und Begegnungsstätte hat das Pech, dass ihre Eröffnung von der Corona-Pandemie überschattet wurde. Bisher konnten kaum Veranstaltungen im Neubau über die Bühne gehen.

Um trotzdem im Gespräch zu bleiben, kam die Idee mit dem Testzentrum. Mit der seien sie auf Wolters zugegangen. Dessen Antwort sei so ausgefallen, berichtet Keller: „Wenn ihr mir die passenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, kann ich das umsetzen.“ Und die seien gegeben: die Räume sind behindertengerecht, man komme hinein und heraus, ohne sich zu begegnen.

Die Idee, betonen Jobst und Keller, sei bei ihnen vergangene Woche aufgekommen, in der kommenden soll es schon losgehen. Dies zeige, findet Keller mit Blick auf das staatliche Krisenmanagement, dass das „viel, viel besser in der Hand der freien Wirtschaft aufgehoben ist“.

Kai-Uwe Jobst hofft, dass regelmäßige Tests dazu beitragen, dass bald zur Normalität zurückgekehrt werden kann. „Das ist der Weg: Testen und Impfen“, sagt er. Seine Hoffnung. „Im Juli sieht das schon ganz gut aus.“

Für den Anfang plant Jan Patrick Wolters mit „zwei bis drei Kabinen“ in Fahrenhorst. Damit sei eine Kapazität von „locker 300 bis 400“ täglichen Tests gegeben. „Wir fangen erst mal klein an, alles ist modular erweiterbar“, sagt er.

Wolters berichtet aus seinen anderen Testzentren, von rund 30 positiv Getesteten: „Die fischt man täglich damit weg.“ Wohlgemerkt bei Bürgertests, die keine Verdachtsfälle testen, sondern die man vor Besuchen bei Verwandten oder etwa dem Kosmetikstudio macht.

Testzentrum Fahrenhorst

Im Stiftungshaus Fahrenhorst Turmstraße 13, Stuhr

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag von 10 bis 19 Uhr.

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