Anträge von den Grünen und „Besser“

Staus auf B 322 und Lärm bei Nachtfahrten

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Stuhr - Von Andreas Hapke. Gibt es Möglichkeiten, den Verkehr auf der B 322 in Groß Mackenstedt besser zu steuern, wenn Autofahrer die Bundesstraße als Umgehung bei Problemen auf der A1 nutzen? In diesem Sommer reichten die Rückstaus von der Ampel an der Kreuzung B 322/Harpstedter Straße oft bis über die Autobahnbrücke hinweg. „Bis McDonalds“ staue es sich, sagt Grünen-Ratsherr Jens Schriefer, der die Strecke nach eigener Auskunft mehrmals am Tag fährt.

Seine Fraktion hält deshalb „eine Ampelschaltung, die dem größeren Verkehrsaufkommen auf der B 322 gerecht wird, sowohl für die Verkehrssicherheit als auch aus ökologischen Gründen für geboten“. Ihr Anliegen hatten die Grünen per Antrag für Donnerstagabend auf die Tagesordnung des Ausschusses für Verkehr, Ordnung und Soziales setzen lassen. In ihrem Schreiben ziehen sie sogar die Abschaltung der Ampel in Erwägung, was Hartmut Martens, Fachbereichsleiter Bürgerservice, Verkehr und Feuerwehr, entschieden ablehnt: „Bis Ende 2014 liefen bei uns Beschwerden auf, dass das Abbiegen von der Harpstedter Straße auf die B 322 wegen des Verkehrs auf der Bundesstraße nicht möglich sei.“ Also wurde mit Sanierung der B 322 im vergangenen Jahr eine Ampelanlage eingerichtet.

„Müssen bestmöglichen Kompromiss finden“

„Wir müssen den bestmöglichen Kompromiss finden“, sagt Martens. Er weiß: Wenn nur fünf Prozent der täglich 85 000 Verkehrsteilnehmer von der A 1 abfahren (Zahl von 2010, kann das die B 322 schon nicht mehr verkraften. Zwischenzeitlich sei die Grünphase auf der Bundesstraße bereits um 15 Sekunden verlängert worden. Die Autofahrer auf der Harpstedter Straße müssten nun länger warten.

In Zusammenarbeit mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr will die Verwaltung nun untersuchen lassen, ob es weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt. Dazu müsste auch ein Signalbauingenieur hinzugezogen werden. „Ich sehe nicht, dass sich das kurzfristig erledigt“, befürchtete Grünen-Chefin Kristine Helmerichs. Tatsächlich stellte Martens die Wiederaufnahme des Themas erst für das Frühjahr 2017 in Aussicht.

Mit fünf Richtungsschildern möchte die Verwaltung den Schwerlastverkehr nachts aus dem Gewerbegebiet Stuhrbaum in Richtung Bremer Straße lenken. - Grafik: Gemeinde

Vielleicht kann er dann schon eine andere Lösung präsentieren. Martens will prüfen lassen, ob die Signalanlagen im Bereich Stuhrer Dreick/Groß Mackenstedt insgesamt über die Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Bremen gesteuert werden können – so wie dies bereits bei der Haferflockenkreuzung in Moordeich und der Ikea-Kreuzung in Brinkum der Fall ist. Das VMZ hätte es mit fünf Ampeln zu tun: eine an der Anschlussstelle der Autobahn bei McDonalds, zwei im Bereich der Autobahnbrücke und zwei in Groß Mackenstedt.

FDP-Ratsherr Jürgen Timm forderte zudem eine „großräumige Abstimmung“ bei Bauvorhaben, um zum Beispiel eine gleichzeitige Sperrung von A 1 und B 75 zu verhindern.

Aufhebung des Nachtfahrverbots

Im zweiten Antrag zur Verkehrssituation in Stuhr regte die Fraktion „Besser“ die Aufhebung des Nachtfahrverbots auf der Carl-Zeiss-Straße zwischen Bremer Straße und Max-Planck-Straße an. Auf diese Weise würde der Schwerlastverkehr aus dem Gewerbegebiet Stuhrbaum in Richtung Bremer Straße abfließen beziehungsweise das Gewerbegebiet auch von dort ansteuern. Zurzeit seien die Lastwagen zwischen 4 und 6 Uhr, besonders in der Nacht von Sonntag auf Montag, auf der Stuhrer und der Moordeicher Landstraße unterwegs, was eine Lärmbelästigung für die dort lebenden Bürger bedeute.

Martens schlug vor, das seit 2009 bestehende Nachtfahrverbot beizubehalten und den Verkehr mit fünf Richtungsschildern zu beiden Seiten der Carl-Zeiss-Straße vom Gewerbegebiet Stuhrbaum hin zur Bremer Straße zu führen. Die Schilder würden an der Gutenberg- und der Werner-von-Siemens-Straße stehen. „Mit dieser Lösung könnte ich mich anfreunden“, sagte „Besser“-Fraktionschef Gerd-W.Bode. Er formulierte den Antrag seiner Fraktion entsprechend um und erzielte damit die ungeteilte Zustimmung des Ausschusses.

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