swb rüstet fast 4 500 Leuchten auf LED um / Fertigstellung für Ende Oktober geplant

Startschuss an Laterne Nummer 9

Problemloser Austausch: Instandhaltungsmonteur Rüdiger Martens schraubt das neue LED-Modul auf den Mast. Am Boden hält das Publikum den gebotenen Abstand ein.

Varrel - Von Andreas Hapke. Mit der Laterne Nummer 9 an der Straße Meenheit in Varrel hat gestern in Stuhr die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik begonnen. Die Kommune lässt sämtliche 4 450 Lampen umrüsten, wodurch sie nach eigener Auskunft 78 Prozent der zuvor benötigten Energie einspart. Zudem bleibt die Beleuchtung künftig nachts durchgehend eingeschaltet, zwischen 21 und 6 Uhr jedoch zu 50 Prozent gedimmt. Zurzeit ist es in Stuhr zwischen 0.30 und 5 Uhr dunkel.

Laut Michael Porsch, Projektleiter der für die Umrüstung zuständigen swb Beleuchtung, folgen die Arbeiten einer Nord-Süd-Achse. Nach Varrel seien nacheinander Moordeich, Stuhr und Brinkum an der Reihe, dann die anderen Ortsteile. Der Bauablaufplan sehe die Fertigstellung der Umrüstung für Ende Oktober vor.

Der Energieversorger konzentriert sich zunächst auf die 3 533 technischen Leuchten, die den Großteil des Stuhrer Bestands ausmachen. „Dadurch erreichen wir schneller eine Energieeinsparung“, begründet der technische Leiter der swb Beleuchtung, Marcus Cohrs.

Der „reine Austausch“ einer technischen Leuchte dauere zehn Minuten, sagt Christian Specketer, Elektromeister Betriebsführung/Instandhaltung bei der swb. Insgesamt fielen pro Lampe maximal 15 Minuten an – ein Schnitt, der für die 917 dekorativen Leuchten nicht zu erwarten ist. „Davon gibt es vier oder fünf unterschiedliche Typen, für die wir zum Teil Sonderlösungen finden müssen“, ergänzt Porsch. „Die alten Natriumdampflampen werden vorschriftsmäßig entsorgt, mit Zertifikat“, betont er.

Da eine Straße mitunter von mehreren Schaltstellen aus versorgt wird, kann es sein, dass die Beleuchtung während der Arbeiten unterschiedlich geschaltet ist. Vorübergehend könnten also Straßenabschnitte nachts beleuchtet, andere dunkel sein. „Technisch ist es aber sinnvoll, die einzelnen Schaltstellen komplett auszustatten statt straßenweise zu denken“, sagt Cohrs. Verkehrsbehinderungen sind laut Porsch nicht zu erwarten. Ihm sei zumindest nicht bekannt, dass dies bei der Umrüstung der knapp 2 500 Weyher Leuchten der Fall gewesen sei.

Neben der üppigen Energieeinsparung und der damit zu erwartenden Entlastung des kommunalen Haushalts sowie der verbesserten Ökobilanz hebt Bürgermeister Stephan Korte die durchgehende nächtliche Beleuchtung als positiven Aspekt der Umrüstung hervor: „Es gibt ein starkes Sicherheitsbedürfnis in der Gemeinde. Das hat sich auch im Bürgermeisterwahlkampf gezeigt.“

Damals war die Entscheidung für die Umrüstung allerdings schon gefallen, denn das dafür benötigte Geld hatte der Rat Ende 2018 in den Haushalt eingestellt. Auf dieses Jahr datiert auch der Betriebsführungsvertrag zwischen swb und Gemeinde. Anfang Januar vergangenen Jahres stellte die Verwaltung den Förderantrag bei der nationalen Klimaschutzinitiative des Projektträgers Jülich. Damit spart Stuhr 20 Prozent der Auftragssumme von zwei Millionen Euro.

Der Betriebsführungsvertrag ist zunächst auf zehn Jahre befristet. So lange gilt auch die von der swb beim Hersteller ausgehandelte Garantie für die LED-Leuchten. Ein Ausfall sei bis dahin aber nicht zu erwarten, wie Cohrs erklärt. Denn im Gegensatz zu den konventionellen Lampen, die alle vier Jahre auszutauschen seien, betrage die Lebenserwartung der LED-Module 100 000 Stunden. Dies entspreche rund 25 Jahren. „Eine so lange Erfahrung haben wir allerdings noch nicht damit. Wir kommen da auf zehn Jahre.“

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