Familie Fehse und Unterstützer atmen auf

Stammzellspender für kleinen Justus aus Kuhlen gefunden ❤

Ein Junge spielt im Garten
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Hoffnung für Justus und seine Familie: Es hat sich ein genetischer Zwilling gefunden.

Der sieben Jahre alte Justus hat Leukämie. Nun gibt es große Hoffnung, denn ein geeigneter Stammzellspender wurde gefunden.

Stuhr – Aufatmen bei der Familie Fehse aus dem Stuhrer Ortsteil Kuhlen: Für den leukämiekranken, sieben Jahre alten Justus hat sich ein genetischer Zwilling gefunden, der dem Jungen mit einer Stammzellspende das Leben retten kann. Dies bestätigt Nicola Wenderoth von der Organisation DKMS (früher: Deutsche Knochenmarkspenderdatei, mittlerweile international aktiv). „Die Familie ist erleichtert“, sagt Wenderoth, die Justus und seiner Mutter Telja Fehse in der schwierigen Zeit zur Seite steht.

GemeindeStuhr
Fläche81,65 km²
Bevölkerung33.200
BürgermeisterStephan Korte

Damit sei ein wichtiges Ziel erreicht, betont die DKMS-Betreuerin, so ganz aufatmen können Justus, seine Freunde, die Familie und Unterstützer aber noch nicht. Zunächst werde untersucht, ob der registrierte Spender gesund ist und tatsächlich spenden möchte. Um wen es sich dabei handelt, sei nicht bekannt, heißt es bei der Organisation DKMS. Die Spender bleiben zunächst anonym. Erst nach zwei Jahren dürften sich Patienten und Spender kennenlernen, wenn beide Seiten dies wünschen. Und wo die Frau oder der Mann lebt, der Justus wahrscheinlich helfen kann, ist daher zunächst nicht bekannt. Denn im DKMS-Register stehen Menschen aus aller Welt, die sich bereit erklären, Leukämiekranken zu helfen. Bereits zu Weihnachten hatte ein 22-jähriger Syker zugestimmt, einer 63-Jährigen Leukämie-Patientin Stammzellen zu spenden, um ihr das Leben zu retten.

In den allermeisten Fällen würden die Stammzellen ambulant entnommen, manchmal sei eine kleine OP notwendig, für die der Spender zwei, drei Tage im Krankenhaus bleiben müsse, erläutert Nicola Wenderoth. Nach der Stammzellentnahme und der Transplantation verstreicht einige Zeit, bis feststeht, ob die Spende tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt.

Kleiner Aufwand, große Hilfe: Spender sollten sich weiter bei der DKMS registrieren, bitten Justus" Angehörige.

Stammzellenspende: Familie berichtet über Höhen und Tiefen

Im Internet berichtet die Familie über die Höhen und Tiefen der vergangenen Monate, die Hoffnung und die Enttäuschung. Zunächst schien es sich um eine harmlose Krankheit zu handeln, als Justus zum Ende der Sommerferien über Bauchschmerzen klagte und später sein Gesicht anschwoll. Mitte Oktober bekam die Familie Fehse die Horrordiagnose: Julius leidet an Blutkrebs. Seitdem liegt er in der Professor-Hess-Kinderklinik in Bremen. Passend zum Heiligenabend ging es ihm so gut, dass er für einen Tag nach Hause durfte. Eine Chemotherapie nach den Feiertagen bekam ihm schlecht, zuletzt konnte er aber immerhin wieder ein paar Schritte laufen, berichten die Fehses in ihrem aufwühlenden Internettagebuch. Umso größer ist nun die Freude, dass ein genetischer Zwilling aufgetaucht ist.

Und Telja Fehse spricht ein riesiges Dankeschön an die bis jetzt 3 216 Menschen aus, die dem Hilfeaufruf der Familie gefolgt sind und sich als Stammzellspender registriert haben. Die Stuhrerin appelliert an alle Unterstützer, sich weiterhin in das DKMS-Register eintragen zu lassen. Vielleicht sei ein genetischer Zwilling darunter, der einem Leukämie-Patienten irgendwo auf der Welt das Leben retten kann. pe

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