Erika Zander erwirbt mit fast 80 Jahren ihr 20. goldenes Sportabzeichen

Sportliches Aushängeschild für die Generation 50plus

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Erika Zander hält sich auf dem Heimtrainer fit.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. Es ist bekanntlich nie zu spät – das gilt auch für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. Erika Zander ist der lebende Beweis. Die Heiligenroderin war bereits 60 Jahre alt, als sie begann, sich auf diese Weise um die Fitness in der zweiten Lebenshälfte zu kümmern.

Seinerzeit hatte sich die begabte „Rattenfängerin“ in Sachen körperliche Ertüchtigung, Ute Nothdurft vom örtlichen TSV, Erika Zander geangelt und mit auf den Sportplatz gezogen. Das hatte Folgen: Mit nun fast 80 Jahren kann sich Zander ihr 20. goldenes Sportabzeichen in den heimischen Fitnessraum hängen. Damit ist sie das sportliche Aushängeschild für die Generation 50plus in Heiligenrode.

Erika Zander ist in Seckenhausen aufgewachsen und später zur Realschule in Brinkum gegangen. Im Sportunterricht hat ihr der damals sehr beliebte Völkerball besonderen Spaß gemacht. Laufen, werfen und beweglich sein waren gefragt – Voraussetzungen, die das Mädchen mitbrachte.

Viele Jahre lebte sie mit ihrer Familie und den beiden Töchtern in Holland, wo Segeln und Rad fahren angesagt waren.

Zurück in der Heimat ging sie in den Sportvereinen in Seckenhausen, Brinkum und Heiligenrode zum Tennis, Yoga sowie bei Wind und Wetter zum Nordic Walking, außerdem in das Fitness-Center. Die kaufmännische Angestellte und spätere Modeberaterin, die selber als Model über den Laufsteg ging, wollte schließlich eine gute Figur bewahren.

Zur körperlichen Ausgeglichenheit zählt für Erika Zander nicht nur eine ausgewogene Ernährung, die Lebenspartner Helmut Teggemann aktiv unterstützt. Dazu trägt auch das Singen im Heiligenroder Gospelchor „Chorisma“ bei, als Balsam für die Seele und für die richtige Atmung. Reisen rund um die Welt fordern die kleinen grauen Zellen der Seniorin.

Die Herausforderungen zum Erlangen des Sportabzeichens haben Erika Zander nach eigener Auskunft „nie Schwierigkeiten“ bereitet. Alles sei dem Alter angepasst, denn für die betagteren Teilnehmer liege die Messlatte nicht so hoch wie für jüngere Generationen.

Schwimmen über 200 Meter, ein lockerer Sprint auf der 50-Meter-Kurzstrecke, Standweitwurf und Kugelstoßen seien ohne allzu große Mühen zu schaffen, sagt Zander. Der Leitspruch des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill, „Sport ist Mord“, hatte bei ihr nie eine Chance. Im Gegenteil: „Macht mit, es macht sehr viel Spaß“, ruft Zander den Senioren zu und fordert diese auf, die Ausrede „Ich bin dafür zu alt“ aus den Köpfen zu verbannen.

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