„Jede Reise ins Ausland bildet“

Sportleraustausch gewünscht: Städtepartnerschaft Weyhe-Coulaines feiert 2022 Jubiläum

Eine Frau schaut in die Kamera.
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Die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Weyhe-Coulaines: Cornelia Mamat.

Die Städtepartnerschaft zwischen Weyhe und der französischen Kommune Coulaines feiert im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass plant die Interessengemeinschaft Weyhe-Coulaines für 2022 eine Reise – gemeinsam mit dem Kulturbüro der Gemeinde Weyhe.

Weyhe – Die Freundschaft mit den Franzosen war für den ehemaligen Weyher Vize-Bürgermeister Hermann Ahrens (CDU) immer eine Herzenssache. Er war einer der Gründungsmitglieder der Interessengemeinschaft Weyhe-Coulaines, die im kommenden Jahr fünf Jahrzehnte besteht. Der Kirchweyher Landwirt hat diese Partnerschaft über viele Jahre mit Leben gefüllt und oft Frankreich besucht. Jetzt liege es an anderen Weyhern, diese Partnerschaft zu feiern und fortzuführen, lautet sein Appell.

Das will Cornelia Mamat, derzeitige Vorsitzende der Interessengemeinschaft. Sie plant für 2022 in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Gemeinde eine Reise. Sie soll im Herbst über die Bühne gehen. Es soll in den kommenden Monaten noch mehr passieren, um das Jubiläum zu würdigen So plant beispielsweise die Grundschule Kirchweyhe eine Frankreich-AG zu etablieren. Die Teilnehmer würden digital mit den Mädchen und Jungen der Albert-Camus-Schule in Kontakt treten.

Cornelia Mamat wünscht sich zudem einen zusätzlichen Sportleraustausch. Der amtierende Vize-Bürgermeister Jürgen Borchers (SPD) unterstützt den Aufruf von Mamat: „Jede Reise ins Ausland bildet.“

Erinnerungen an das Jahr 1971

Cornelia Mamat erinnert an das Jahr 1971, als einzelne Ratsherren der damaligen Gemeinde Weyhe erste Beziehungen nach Coulaines knüpften. Schließlich wurde 1972 ein Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Kommunen geschlossen. Darin wurden Austausche unter anderem mit Jugendlichen, Sportlern, Senioren und Erwachsenen vereinbart. Die Vorsitzende erläutert die Hintergründe, warum Ratsmitglieder wie Hermann Ahrens ein Interesse hatten, diese Partnerschaft einzugehen. Die Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich sollte überwunden werden. Die Grundlage dafür schaffte der Élysée-Vertrag, erinnert Mamat. Die beiden Staaten sollten zusammenarbeiten – sowohl in der Außen-, Sicherheits- als auch in der Jugend- und Kulturpolitik.

Die Partnerschaft zwischen Weyhe und Coulaines ist nicht die einzige: In der Region hätten sich ab 1960 20 Partnerschaften gegründet. Die in Weyhe wurde mit Leben gefüllt. „Der damalige Erwachsenenaustausch ist der heutige Familienaustausch“, erklärt Mamat. Diese Veranstaltungsreihe sei stets weiter entwickelt worden. Und auch viele private Reisen seien unternommen worden.

In den vergangenen Jahren waren die offiziellen gegenseitigen Besuche stets um den Himmelfahrtstag terminiert. Bestandteile dieser Trips: das Leben in den Familien, ein Ausflugtag und ein Abschiedsabend.

Wer Interesse hat, grundsätzlich nach Frankreich zu reisen, kann sich im Rathaus in der Kulturabteilung melden.

Von Sigi Schritt

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