An der Spitze des rot-weißen Mastes an der A1 ist eine Kamera installiert

Verkehrsüberwachung aus 40 Metern Höhe

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An der Autobahn 1 am Dreieck Stuhr steht seit kurzem ein 40 Meter hoher Mast. Eine Kamera auf der Spitze solle ab Mitte April den Verkehr auf den Rampen überwachen.

Gr. Mackenstedt - Von Sandra Bischoff. Der rot-weiße Mast an der Autobahn 1 und der Abfahrt Dreieck Stuhr gibt Rätsel auf. Es sei ein neuer Funkmast, mutmaßten bereits einige Stuhrer. Falsch, sagt Ralf Burdorf von der Autobahnpolizei Ahlhorn. Der mit einer Kamera an der Spitze ausgestattete 40 Meter hohe Turm diene der Verkehrsüberwachung.

„Das Dreieck mit seinen verschiedenen Rampen ist ziemlich unübersichtlich und unfallanfällig“, erklärt der Einsatz- und Streifendienstleiter. Vor allem Ortsunkundige Verkehrsteilnehmer könnten der Polizei nach einem Unfall ihren Standort nicht genau beschreiben. So kam Burdorf auf die Idee, in luftiger Höhe eine Kamera zu installieren. Das Gerät erfasst die Verkehrslage und sendet die Bilder an die Ahlhorner Dienststelle.

Burdorf rechnet für die kommenden Jahre mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen in diesem Bereich. „2017 wird die A1 zwischen Brinkum und dem Dreieck Stuhr in beiden Richtungen saniert, in den Jahren danach folgen weitere Baustellen, deshalb rechnen wir mit vielen Staus.“ Mit den Bildern der Kamera können die Beamten in Ahlhorn nicht nur sehen, wie lang die Staus sind, sondern auch, wie sich die Verkehrslage entwickelt. „Dadurch sind wir in der Lage, die Verkehrsinformationen aktuell zu halten“, erklärt Burdorf.

Bei den Bildern handelt es sich nach Aussage des Einsatz- und Streifendienstleiters um Momentaufnahmen. „Sie werden nicht gespeichert.“ Auch um den Datenschutz müsse sich niemand sorgen. Es seien weder Autokennzeichen noch die Insassen zu sehen. „Wir können nicht in die Fahrzeuge hineinschauen, das ist auch nicht gewollt. Für Fahndungen sind die Bilder nicht geeignet.“

Standort per Drohne gefunden

Um einen Standort zu finden, der einen möglichst großen Bereich erfasst, hatte sich Burdorf von seinen Kollegen der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen in Hannover eine Drohne ausgeliehen. „Die habe ich an der Stelle, wo jetzt der Mast steht in 40 Meter Höhe aufsteigen lassen und der Überblick war genial.“

Noch ist die Kamera, die sich in verschiedene Himmelsrichtungen drehen lässt, allerdings nicht in Betrieb. Ab Mitte beziehungsweise Ende April soll sie ihre Arbeit aufnehmen. Mast und Kamera sind eine Leihgabe der Kollegen aus Hannover. Die Direktion hatte die Anlage vor rund zwei Wochen auch aufgestellt. Wie lange sie den Stuhrern erhalten bleibt, ist ungewiss. „Die Leihgabe ist unbefristet“, sagt Burdorf.

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