Pankratiusmahl am 31. Oktober 

Speisen und helfen am Reformationstag

Die St.-Pankratius-Stiftung hat sich nach der Kirche im Stuhrer Ortskern benannt. - Archivfoto: Schritt

STUHR - Von Andreas Hapke. Obdachlose unterstützen oder Gemeindeglieder, die kurzfristig in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind – auch dazu sind die Erträge der St.-Pankratius-Stiftung Stuhr gedacht. Um für sich zu werben, lädt die Stiftung wieder für Montag, 31. Oktober, zum Pankratiusmahl ein. Es ist die achte Veranstaltung dieser Art im Gemeindehaus an der Stuhrer Landstraße. „Das ist auch immer wieder eine gute Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen“, sagt Hermann Mahlstädt, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

Rückläufige Zuweisungen der Landeskirche auf der einen Seite, neue Aufgaben angesichts gesellschaftlicher Veränderungen auf der anderen Seite – das waren im Jahr 2009 die Gründe, eine Stiftung ins Leben zu rufen. Mit ihren Erträgen unterstützt sie die Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde Stuhr, „durch Weitergabe christlicher Werte“, wie es in einer Mitteilung heißt. Das von einem Landverkauf stammende Grundvermögen von 500 000 Euro bleibt den zukünftigen Generationen erhalten.

Laut Mahlstädt sind im vergangenen Jahr 9 700 Euro geflossen: unter anderem für das Camp der Konfirmanden in Radstadt (Österreich), Honorarkosten für die Leitung des Flötenkreises, und zur Finanzierung der Kirchenmusik in Stuhr und Varrel. Die Summe beinhaltet auch einen Sockelbetrag für die Pankratius-Nothilfe. „Gedacht für hilfsbedürftige Menschen, die an die Kirchentür klopfen“, sagt Mahlstädt.

Wie Pastor Robert Vetter aus Nachfrage berichtet, handelt es sich dabei überwiegend um Obdachlose und Gemeindeglieder, die vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. „Sie können beispielsweise eine Stromrechnung oder eine Kaution nicht bezahlen, weil sie sie durch Krankheit oder Kündigung aus der Bahn geworfen wurden“, erklärt Vetter. Eine Zunahme dieser Fälle habe er seit Stiftungsgründung nicht registriert. „Das bleibt die Ausnahme.“ Die Obdachlosen hingegen kämen regelmäßig, seien aber immer dieselben.

Konfi-Camp mit 115 Personen

Ein Großteil der Förderung ist für das jährliche Konfi-Camp gedacht. Laut Beiratsmitglied Rita Huf haben zuletzt 115 Personen an der sechsten und zwölftägigen Reise nach Radstadt teilgenommen, darunter 82 Konfirmanden und einige Jugendliche mit „leichten körperlichen Beeinträchtigungen“. Eike Fröhlich und Robert Vetter hätten auf dem Hausberg 23 Mädchen und Jungen getauft. „Wer hat das Glück, von zwei Pastoren getauft zu werden?“, fragt Rita Huf.

Da die Stiftung auch im kommenden Jahr in gewohntem Umfang helfen möchte und die Zinserträge zurzeit überschaubar sind, ist sie auf Spenden angewiesen. Das Pankratiusmahl am Reformationstag wäre eine Gelegenheit dazu. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit einer Andacht, die das „Chörchen“ aus Bad Laer musikalisch gestaltet. Seine Lieder stellt das Ensemble unter das Motto „Momente des Glücks“. Anschließend wird im Gemeindehaus das Pankratiusmahl serviert, „ein leckeres Menü“ und „ein guter Tropfen Wein“, wie es in der Mitteilung heißt. Das „Chörchen“ bringt weitere, dann aber „mehr weltliche“ Lieder zu Gehör. Wer teilnehmen möchte, kann den Kostenbeitrag von 35 Euro bis zum 25. Oktober im Kirchenbüro entrichten oder auf das Stiftungskonto bei der Volksbank, Bic GENODEF1SHR, überweisen. Die Iban lautet DE72 2916 7624 1111 2344 00.

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