Sparte setzt Vorstand Frist bis zum 1. April, Zusammengehen mit Nachbarvereinen zu billigen / Wagner will 2017 nicht mehr / Mitgliederzahl gesunken

TV Stuhr: Differenzen mit der Handballabteilung und andere Baustellen

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Schatzmeisterin Ulrike Amelsberg (l.) und Ehrenvorsitzender Günther Scharf (daneben) mit den Geehrten des TV Stuhr: (v.l.) Anita Gronewold, Karl Schniedewind, Ilse Meyer-Plecher, Ingo Mahlstädt, Hanna Meyerhof, Werner Plute, Klaus-Dieter Mainusch, Torben Ihmels, Hermann Mahlstädt, Maximilian Wagner und Margret Schulenberg.

Stuhr - Zu Beginn der Jahreshauptversammlung des TV Stuhr am Freitag hat der Vorsitzende Maximilian Wagner die geringe Beteiligung kritisiert. Er erinnerte in seinem Jahresrückblick an sportliche Erfolge, unter denen er die Landesmeisterschaft der von Ilse Meyer-Plecher trainierten A-Jugendmannschaft hervorhob, und ehrte mehrere langjährige Mitglieder. Aber in seinem Jahresrückblick deutete sich schon an, dass es im Vorsitzenden „brodelte“. Nach 19 Jahren als Chef werde er bei der Jahreshauptversammlung 2017 sein Amt niederlegen. „Wir haben nun gemeinsam ein Jahr Zeit, einen Nachfolger zu finden“, erklärte er, um wenig später auch konkreter zu werden. Im November sei zwischen vier Vorstandsmitgliedern und sechs Mitgliedern in „lockerer Runde“ über die künftige Vereinsführung diskutiert worden, so Wagner. „Diese Diskussion hat nicht unerheblich dazu beigetragen, dass ich auf der nächsten Jahreshauptversammlung meinen Posten zur Verfügung stellen werde.“

Hintergrund sind Differenzen mit der Handballabteilung, „die sich zu einer kleinen Baustelle entwickelt hat“, wie Wagner es bezeichnete. Spartenleiter Mario Wittenberg leiste hier eine „lobenswerte Arbeit“, erklärte er, aber den von der Sparte angestrebten Zusammenschluss mit den Nachbarvereinen Jahn Brinkum und TSG Seckenhausen-Fahrenhorst lehne der Vorstand ab. Im Jugendbereich sei ein Zusammengehen in Ordnung, doch bei den Erwachsenen, wo im TV nur noch eine Damenmannschaft spielt, würde ein Zusammenschluss nur hohe Kosten verursachen.

Mario Wittenberg, der den Mitgliedern einen offenen Brief und dem Vorstand zusätzlich eine Unterschriftenliste übergab, verlangte vom Vorstand, den Zusammenschluss bis zum 1. April zu beschließen. Die Eisstockanlage habe auch Geld gekostet und keine neuen Mitglieder gebracht, kritisierte der Handball-Spartenleiter. Wagner konterte mit dem Hinweis, die Anlage sei wunderbar geeignet, „ein kleines Stück Geselligkeit“ im Verein zu schaffen. Er machte den Handballern ein Angebot: „Lasst uns noch mal darüber reden.“

Aber es gibt noch mehr Baustellen im TV Stuhr: Die Mitgliederzahl sank 2015 von 2040 auf 1949 Mitglieder. Die meisten Abgänge verzeichneten die Bereiche „Turnen und Gymnastik“. Im Jugendfußball hätte eine komplette Mannschaft den Verein verlassen und sei zum TuS Varrel gewechselt.

Auch die Kosten seien in einigen Abteilungen erheblich gestiegen. Daher wurde in der Fußballsparte der Zusatzbeitrag erhöht, bei den Tischtennisspielern erstmals ein solcher eingeführt.

Schatzmeisterin Ulrike Amelsberg war 2015 dennoch eine Punktlandung geglückt, denn bei einem Volumen von mehr als einer Viertelmillion Euro Umsatz blieb „unterm Strich“ ein Plus von rund 250 Euro. Für ihre Arbeit lobten mehrere Mitglieder die Schatzmeisterin sehr.

In diesem Jahr gab es zum zweiten Mal einen Neujahrsempfang. Der 43. „Stuhr-Loop“ geht am 17. Juni über die Bühne, die Sportwoche ist vom 5. bis 8. August vorgesehen. Am 28. Oktober sind alle Kinder zum Laternelaufen eingeladen, und am Stuhrer Ferienspaß wird sich der TV Stuhr ebenfalls erneut beteiligen. Im Vereinsheim fand ein Skatclub, der bisher in einem Moordeicher Restaurant seine Spielabende abgehalten hatte, eine neue Bleibe.

Außerdem soll es auch wieder Einweisungen in die Handhabung der Defibrillatoren geben. Der Vorsitzende bat um eine größere Beteiligung, „da bei vielen Mitgliedern noch nicht mal der Standort der Defibrillatoren bekannt ist“.

bt

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