„Schlussverkauf“ in Brinkumer Kirche

DRK-Handarbeitsgruppe Brinkum löst sich auf

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Der Leiter vom “Haus am Brunnen“, Carsten Stüve, freute sich, dass die Handarbeitsdamen des DRK-Ortsvereins Brinkum sich auf Einladung von Frieda Wetjen (2.v.l.) am Adventsbasar beteiligen. Die Gruppe mit (v.l.) Anke Holz, Grete Bitter und Hanna Lange stellt am beim Brinkumer Weihnachtsmarkt zum letzten Mal aus. 

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Die inzwischen 95-jährige Frieda Wetjen weiß es ganz genau: „Es war der 21. Mai 1987.“ Das war der Tag, an dem sich die neu gegründete Handarbeitsgruppe des DRK-Ortsvereins Brinkum zum ersten Mal traf. Es mögen so etwa zehn Frauen gewesen sein, die sich damals überlegt hatten, sich regelmäßig zum Handarbeiten zu treffen und ihre Artikel in der Adventszeit auf einem Basar zu verkaufen. Der Erlös sollte mit der DRK-Kassiererin abgerechnet werden.

So hatten sie es vor mehr als 31 Jahren beschlossen, und daran hielten sie sich. Das wenige Material, das sie benötigten, durften sie natürlich vom Erlös einkaufen. „Aber wir haben auch sehr vieles geschenkt bekommen“, berichtet Grete Bitter, die damals auch schon dazugehörte.

Socken, Schals, Mützen, Handschuhe wurden gestrickt und sehr viele Tischdecken gekettelt und Sets gehäkelt. Jede der Damen tat das, was sie am besten konnte und am liebsten machte. „Wir haben uns immer etwas Neues ausgedacht“, erzählt Anke Holz, die sich gerne an diese Treffen an jedem Dienstagnachmittag bei Kaffee und Klönschnack erinnert.

Die Frauen verkauften die Artikel immer am Buß- und Bettag in der Brinkumer Schützenhalle. Später wurde der Basar in die Kirche verlegt. Seit drei Jahren stellt die Handarbeits-Gruppe zusätzlich beim Adventsmarkt im Haus am Brunnen aus, weil Frieda Wetjen dort jetzt wohnt und als Wohnheim-Beiratsmitglied an der Organisation des hauseigenen Basars beteiligt ist.

„Schlussverkauf“ in der Brinkumer Kirche

Allerdings waren die DRK-Handarbeitsdamen am Sonntag zum letzten Mal als Aussteller beim Adventsmarkt im Haus am Brunnen dabei, denn die Gruppe löst sich auf. Am 8. und 9. Dezember haben sie beim Weihnachtsmarkt in der Brinkumer Kirche „Schlussverkauf“. „Diese ehrenamtliche Arbeit hat uns immer viel Spaß gemacht, aber die Hände wollen nicht mehr so“, bedauert Wetjen.

Dass die Gruppe sich auflöst, bedeutet aber nicht, dass die Frauen sich nicht wiedertreffen. Im Gegenteil: Der Dienstagtreff bleibt für alle ein fester Termin. Doch es wird nur noch Kaffee getrunken und geklönt. „Aber wer will, kann natürlich auch seinen ,Tüdel‘ mitbringen und stricken“, so Hanna Lange.

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