Einsatzleitung sucht Unterstützung

28 sind nicht genug

Dieter Wendt Foto: Kreisfeuerwehr

Stuhr – Michael Meyer ist grundsätzlich zufrieden. Die Technische Einsatzleitung Nord der Kreisfeuerwehr (TEL) hat laut ihrem Leiter im vergangenen Jahr alle Herausforderungen bewältigt. Neben elf Tagen, an denen die Einsatzkräfte Ausbildungsdienste und eine Einsatzübung absolvierten, wurden laut Pressemitteilung acht Tage verzeichnet, an denen die Beteiligten sich Sprechfunk- und Führungslehrgängen widmeten. Mehr als 900 Dienststunden vereinigten die Aktiven auf sich. Bei zwei Großbränden in Bruchhausen-Vilsen unterstützte die TEL die lokalen Kräfte.

Doch zum Fazit auf der Jahreshauptversammlung gehörte ebenso, dass weitere Mitstreiter fehlen. Und zwar auch, nachdem das Gremium mit großer Freude Dominik Bamberger (Ortsfeuerwehr Dreye) und Cord Evers (Ortsfeuerwehr Fahrenhorst) als neue Mitglieder begrüßte. Dieter Wendt, stellvertretender Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Landkreis Diepholz, erklärt auf Nachfrage, wie sich der Dienst bei der TEL vom Engagement in der Ortsfeuerwehr unterscheidet. Die Fragen stellte Marc Lentvogt.

Wie viele Mitglieder hat die Technische Einsatzleitung Nord derzeit?

Zurzeit sind es 28.

An welcher Stelle merken Sie den Mitgliedermangel am stärksten?

Es geht darum, dass wir Ablösungen brauchen, wenn der Einsatz länger dauert, damit wir im Schichtdienst arbeiten können. Dafür müssten alle Positionen doppelt besetzt sein.

Wie unterscheiden sich die Aufgaben einer lokalen Einsatzleitung von denen der Technischen Einsatzleitung?

Die Einsatzleitung Ort – ELO – besteht meist aus einem kleineren Fahrzeug mit guter Ausrüstung. Da sind vier bis fünf Leute dabei. Die TEL arbeitet wie ein Führungsstab. Da wird ein Lagebild erstellt, die Meldungen, die rein- und rausgehen, werden für Nachfragen dokumentiert. Wir haben Stabsbereiche: Einsatz, Orga, PR und so weiter. Das kann eine kleinere ELO nicht abdecken.

Sind ein bestimmtes Dienstalter oder ein bestimmter Dienstgrad Voraussetzung für das Mitwirken in der Technischen Einsatzleitung?

Nein, überhaupt nicht. Die Erfahrenen können in die Stabsleitung, wir brauchen aber auch die, die funken oder im Rechner taktische Zeichen eintragen.

Wie groß ist die Zusatzbelastung, wenn man neben der Ortsfeuerwehr noch in der technischen Einsatzleitung tätig ist?

Wir veranstalten sechs bis sieben regelmäßige Dienste, bei denen geübt wird. Das sind auch mal Stabsbereiche für sich alleine. Dann gibt es zwei, drei Übungen aller zusammen. Das sind etwa zehn Dienste, die wir probieren hinzubekommen. Dazu kommen dann noch etwaige Einsätze. Das kommt alles „on top“. Es ist eine Anforderung, aber wir haben zum Glück immer noch die, die sagen: Wir machen das.

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