Hobby-Schauspielerin beginnt ihr freiwilliges Jahr im MGH Brinkum

Showbiz und Ideenreichtum

Bücher einräumen gehört zu den Aufgaben von Jule Petershagen.
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Bücher einräumen gehört zu den Aufgaben von Jule Petershagen.

Brinkum – Etwa 150 Ehrenamtliche, nur wenige Festangestellte, Praktikanten und Bundesfreiwilligendienstleistende arbeiten im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Brinkum. Eine davon ist Jule Petershagen. Am 3. August begann die 19-Jährige mit ihrem freiwilligen Jahr im MGH – und hat ihr Können offensichtlich schon bewiesen. „Jule ist blitzgescheit“, freut sich Einrichtungsleiterin Daniela Gräf über ihren personellen Zuwachs.

Petershagen kommt aus Ganderkesee und hat zuletzt ihr Abitur in Delmenhorst gemacht. Die Idee, beruflich im sozialen Bereich Fuß zu fassen, kam schnell. Ihre Eltern betreiben das Mais-Labyrinth in ihrem Heimatort, wo sie mithilft und organisiert. „Das ist einfach schön und passt“, erzählt sie, und nennt die Erfahrung als Schlüsselmoment für die Wahl ihres freiwilligen Jahres.

In ihrer Freizeit ist die 19-Jährige Darstellerin beim Niederdeutschen Theater Delmenhorst (NDT). Sowohl Haupt- als auch Nebenrollen hat sie schon besetzt, wobei ihr letzteres sogar besser gefällt. „Kleinere Rollen können mehr variiert werden und sind nicht so starr“, begründet sie. Auch da fällt der Apfel nicht weit vom Stamm: Ihr Vater spielt ebenfalls schon lange Zeit beim NDT. Zum Beruf machen möchte sie ihr Hobby nicht. Die Unsicherheit, ob es im nächsten Monat wieder Aufträge gibt und der Stress zwischen den Aufführungen seien nichts für sie.

Dennoch möchte Petershagen ihre Erfahrungen aus dem Showbiz mit ins MGH bringen. Eine Theatergruppe soll auf die Beine gestellt werden, und zwar für Kinder ab zehn Jahren. Proben und Aufführungen werden dann unter ihrer Regie organisiert. Zwar habe sie in dem Bereich noch nicht viel Erfahrungen gesammelt, aber ein altes Sprichwort besagt ja: Man wächst mit seinen Aufgaben.

Eine weitere ihrer Ideen ist, einen Austausch zwischen Zeitzeugen aus der DDR oder dem Krieg und interessierten Schülern zu organisieren. „Ich habe in der Schule immer viele Fragen dazu gehabt, aber kein Lehrer oder Buch konnte diese beantworten“, erzählt sie. Der Austausch mit den Großeltern sei aufschlussreicher gewesen, und: „Sie haben sich über meine Fragen gefreut.“

38 Stunden pro Woche arbeitet Petershagen als Bufdi im MGH. Bezahlung erhält sie keine, dafür aber ein kleines Taschengeld. Der Schwerpunkt der Bufdi-Arbeit liege laut Gräf eigentlich auf der Arbeit im Büro, Service und in der Küche. Da die Küche coronabedingt kalt bleibt, fällt dieser Bereich weg. Im Büro kümmert sie sich um Anwesenheitslisten und die Gestaltung von Flyern. Außerdem ist sie zuständig für die Bücherkiste vor dem MGH und auch Pressearbeit.

In den Genuss eines Ausflugs in die Kita „Löffelchen“ soll sie auch noch kommen sobald diese wieder öffnet. Gräf denkt über die Öffnung der Küche im selben Zuge Ende August nach, das sei aber noch vage. Was aber nicht vage ist, ist ihre Meinung über Petershagen: „Jule ist ein Glücksgriff.“ Da ist sich die Leiterin bereits nach einer Woche sicher.

Von Lisa-marie Rumann

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