Rollatoren- und E-Bike-Training / Impftermine für 65 Personen vereinbart

Seniorenbeirat öffnet sein Büro

Freuen sich darauf, die Senioren wieder von Angesicht zu Angesicht zu beraten: Dagmar Bischof (r.) und Anita Reblin.
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Freuen sich darauf, die Senioren wieder von Angesicht zu Angesicht zu beraten: Dagmar Bischof (r.) und Anita Reblin.

Stuhr – Allen Grund zur Freude hat in diesen Tagen Dagmar Bischof, die Vorsitzende des Stuhrer Seniorenbeirats. Nicht genug, dass sie am Samstag ihren 80. Geburtstag gefeiert hat. Mindestens genauso wichtig dürfte ihr der Neustart ihres Büros nach mehrmonatiger, coronabedingter Schließung sein. Ab sofort stehen die Beiratsmitglieder den Ratsuchenden wieder „in Präsenz“ an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat zur Verfügung – die aktuell niedrigen Inzidenzwerte machen es möglich.

Los geht es demnach am morgigen Dienstag. 20. Juli, von 9 bis 12 Uhr in Zimmer 232 des Rathauses.

Für ein Gespräch ist eine telefonische Terminvereinbarung unter 0421/56 95 282 laut Bischof ebenso notwendig wie die Einhaltung der im Rathaus geltenden, besonderen Hygienehinweise. Sie dienen dazu, Begegnungen im Publikumsverkehr möglichst gering zu halten und dadurch der latenten Infektionsgefahr weiter entgegenzutreten.

Auch abseits der Beratungen hat sich der Beirat für die kommenden Monaten einiges vorgenommen, wie Beisitzerin Anita Reblin berichtet. In Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Dem und der Landesverkehrswacht ist ein Rollatortraining geplant. „Die Haltung vieler Menschen hinter ihren Rollatoren ist nicht gesundheitsfördernd“, begründet Reblin.

„Viele Menschen kennen noch nicht einmal den Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec“, sagt Bischof. Vor allem jene Personen, die mit ihren schnellen E-Bikes „ohne Nummernschild und Helm alles wegklingeln, was sich ihnen in den Weg stellt“, sind der Vorsitzenden ein Dorn im Auge. Mit 80 Jahren noch auf ein Pedelec umzusteigen, gehe allerdings auch nicht. Das Training soll im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Stuhr über die Bühne gehen. „Dort haben wir es schon mal angeboten. Erst dachten wir, das Haus sei viel zu groß“, sagt Bischof. Doch dann sei der Zulauf derart überwältigend gewesen, dass man froh über die Location gewesen sei.

Ein geschlossenes Seniorenbüro bedeutet nicht, dass die Mitglieder in den vergangenen Monaten untätig gewesen wären. Das Telefon war auf Dagmar Bischof umgeleitet, die „so weit möglich“ auf diesem Weg informierte.

Vor allem beim Vereinbaren von Impfterminen im Bassumer Impfzentrum habe sich der Beirat mit Rat und Tat eingebracht. „Das war total wichtig, da viele ältere Menschen ohne Online-Verbindung sind“, sagt Bischof. „Die Menschen waren so dankbar, dass wir ihnen geholfen haben. Einige haben sogar vor Freude geweint.“ Immerhin 65 Frauen und Männer hätten sie und ihre Mitstreiter „glücklich gemacht“, sagt Bischof und stellt zufrieden fest: „Es ist nicht umsonst, dass es den Seniorenbeirat gibt.“

Bei dieser Gelegenheit weist Dagmar Bischof noch einmal auf den Schlüsselanhänger mit Zugang zur Luca-App hin, der erst nach einer Internetaktivierung genutzt werden kann. „Senioren, die kein Handy haben, helfen wir bei der Einrichtung“, so Bischoff.

Von Andreas Hapke

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