Selbsthilfe-Kontaktstelle zeigt Ausstellung zum Thema im Rathaus

„Menschen aus der Anonymität holen“

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Ursula Dell von der Selbsthilfe-Kontaktstelle (2.v.r.) und der Erste Gemeinderat Ulrich Richter (hinten) eröffnen mit Vertretern der Stuhrer Selbsthilfegruppen die Ausstellung.

Stuhr - Überlebensgroße Porträts zieren seit gestern eine Wand im Erdgeschoss des Rathauses. „Selbsthilfe – hat viele Gesichter“ lautet der Name der Ausstellung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kibis. Aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens kam die Idee zu dieser Ausstellung, berichtet Leiterin Ursula Dell. „Zuerst waren die Fotos nur für unser Journal gedacht. Aber wir fanden sie so toll, dass wir die Betroffenen fragten, ob sie sich vorstellen könnten, so groß im ganzen Landkreis gezeigt zu werden“, erzählt sie. Im April wurden die Bilder in Barnstorf erstmals gezeigt. Die erste Station der Wanderausstellung im Herbst das Diepholzer Rathaus, nun macht sie sechs Wochen Halt in Stuhr.

„Mit dieser Ausstellung holen wir Menschen aus der Anonymität“, sagt Dell. Es sei allen beteiligten wichtig zu zeigen, dass die Selbsthilfe nicht für ein bestimmtes Klientel stehe, sondern alle Menschen betreffen könne. „Selbsthilfe ist so unterschiedlich wie die Menschen es sind – und trotzdem haben alle ein gleiches Ziel: raus aus der Isolation mit gegenseitiger Unterstützung.“ Laut Dell gibt es in Stuhr zurzeit fünf bei der Kontaktstelle gemeldete Gruppen. Dazu gehören die Frauenselbsthilfe nach Krebs, die Release-Freitagsgruppe, der Freundeskreis für Suchtgefährdetenhilfe Delmenhorst-Varrel, der seit mittlerweile 37 Jahre besteht, der Freundeskreis Down-Syndrom, den es seit 26 Jahren gibt, sowie die Mukoviszidose Selbsthilfe Region Bremen (seit 29 Jahren). „Das hört sich nach gar nicht viel an, schließlich sind es nur 50 bis 100 Menschen in der Selbsthilfe einer Gemeinde mit gut 320000 Einwohnern. Aber wenn man bedenkt, wie lange es diese Treffen schon gibt und die Teilnehmer wechseln, dann kommt man schnell auf über 1000“, rechnet Dell vor.

sb

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