Seit 1981 kommen die ehemaligen Schüler der Mittelschule in Brinkum alle fünf Jahre zusammen

Wiedersehen 60 Jahre nach „geistiger Formung“

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Die ehemaligen Brinkumer Mittelschüler bei ihrem Treffen im Bremer Tor.

Brinkum/Leeste - Ein fröhliches Wiedersehen haben am Sonnabend Ehemalige der Realschule Brinkum gefeiert. Sie waren Ostern 1956 aus der Schule entlassen worden. Seit 1981 treffen sie sich regelmäßig alle fünf Jahre, und dies scheint die richtige Zeitspanne zu sein, um sich nicht ganz aus den Augen zu verlieren. 18 der 28 Klassenkameraden waren zu diesem Treffen in das Hotel Bremer Tor gekommen.

Nach der Begrüßung durch die beiden Organisatoren Edmund Irmer und Hermann Schierenbeck unternahmen die Teilnehmer einen Spaziergang durch Brinkum. Dabei kamen sie an ihrer alten Schule an der „Jahnstraße“ vorbei und gingen anschließend über den Friedhof. Dort gedachten sie ihrer bereits verstorbenen Mitschüler sowie ihrer ehemaligen Lehrer.

Zu der Entlassungsfeier 1956 waren auch Regierungsrat Kuhlmann aus Hannover sowie der spätere Schulrat August Schaardt erschienen, denn die Mittelschulen waren seinerzeit im Landkreis Grafschaft Hoya noch eine Rarität. Die Schülerinnen und Schüler legten teilweise weite Wege zurück, denn sie wohnten in Sudweyhe, Kirchweyhe, Seckenhausen und Feine. Damals ersetzte das Fahrrad den Schulbus, bei schlechtem Wetter auch mal der „Pingelheini“, wenn die Kinder in Sudweyhe oder Kirchweyhe wohnten.

Bei der Verabschiedung verwies der Regierungsrat auf die „innere Verpflichtung zur Dankbarkeit gegenüber den Eltern“, die ihnen diese Ausbildung ermöglicht, und gegenüber den Lehrkräften, die „an ihrer geistigen Formung gewirkt“ hatten.

Die Dankbarkeit gegenüber den Eltern war auch deshalb angebracht, weil diese damals für die „geistige Formung“ ihrer Kinder in der Mittelschule Schulgeld bezahlen mussten. Nicht alle Eltern waren seinerzeit finanziell dazu in der Lage.

Wie sich Edmund Irmer erinnert, unterstrichen die Lehrer ihre pädagogischen Absichten noch mit Ohrfeigen, und wenn die „geistige Formung“ dann immer noch gefährdet schien, dann flog auch schon mal ein Schlüsselbund durch die Klasse.

Inzwischen sind es liebevolle Erinnerungen an die Schulzeit, die auch Erlebnisse auf Klassenfahrten nach Langeoog, Tecklenburg und in den Harz beinhaltete.

Edmund Irmer hatte seine selbst verfasste Biografie „Wanderer zwischen den Welten“ mitgebracht, aus der er Passagen über die gemeinsame Schulzeit vorlas und somit weitere Eindrücke lebendig werden ließ.

bt

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