Die Bauphase beginnt

Seckenhausen: Neuer Gebäudeteil der Grundschule soll bis Ende des Jahres stehen

Den symbolischen ersten Spatenstich tätigen (v.l.) Thorben Jahn, Andrea Rahn, Stephan Korte und Thomas Bode gemeinsam.
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Den symbolischen ersten Spatenstich tätigen (v.l.) Thorben Jahn, Andrea Rahn, Stephan Korte und Thomas Bode gemeinsam.

Am Mittwoch versammelten sich der Bürgermeister der Gemeinde Stuhr, die Leiterin der Grundschule Seckenhausen, der Verantwortliche fürs Bauen in der Gemeinde und der zuständige Architekt, um mit dem ersten Spatenstich die Bauphase des Anbaus an die Grundschule einzuläuten. Ein wichtiges Projekt, denn die Raumnot ist groß.

Seckenhausen – Gemeindebürgermeister Stephan Korte rammt den silberfarbenen Spaten in den Sandboden. Das polierte Arbeitsgerät steht normalerweise sicher verwahrt im Rathaus und wird nur dann herausgeholt, wenn ein symbolischer erster Spatenstich den Beginn eines großen Bauprojektes einläutet. Und genau das ist an der Grundschule Seckenhausen der Fall, denn dort wird für die Zukunft angebaut.

Zugegeben, ganz untätig war die Gemeinde Stuhr zuvor nicht. Schließlich wurde bereits seit Mai vergangenen Jahres die Planung dafür, dass nun endlich gebaut werden kann, vorangetrieben. Damals hatte der Schulausschuss dem Vorhaben zugestimmt. Entsprechend signalisieren ein eingeebneter ehemaliger Schulhof und ein großer Kran, dass die Maßnahmen bereits im vollen Gange sind.

Die Vorbereitungen seien nun abgeschlossen, erklärt Thorben Jahn, der in der Gemeinde für Hoch-, Tief- und Landschaftsbau zuständig ist. „Jetzt kann der Rohbauer loslegen“, sagt er stolz. „Ich freue mich, dass es so weit ist.“

Großer Raumbedarf

Kein Wunder, denn der Raumbedarf an der Grundschule Seckenhausen ist groß. Zwölf Unterrichtsräume würden benötigt, rechnet Architekt Thomas Bode vor. Diese Zahl sei bislang jedoch nur durch Kompromisse, etwa die Umnutzung von Fachräumen, erreicht worden. Zudem sei die Raumaufteilung im alten Gebäude nicht optimal. Probleme, die der zweigeschossige Anbau auf insgesamt 938 Quadratmetern beheben soll.

Im Erdgeschoss sollen, mit Eingang in Richtung der Straße Zum Sportplatz, in erster Linie die Verwaltungsräume und das Lehrerzimmer untergebracht werden. Damit werde die Verwaltung für Schüler, Eltern und Lehrer laut Thorben Jahn besser erreichbar sein. Die alten Büroräume im Bestandsgebäude sollen nach Abschluss der Anbaumaßnahmen im kommenden Jahr zu Unterrichts- und Differenzierungsräumen umgebaut werden.

Seitenansicht des geplanten Anbaus an die Grundschule Seckenhausen, Blick aus Richtung der Straße Zum Sportplatz. Grafik: Gemeinde Stuhr

Über das neue Treppenhaus – dank eines Aufzugs barrierefrei – erreichen indes die Schüler das Obergeschoss, in dem vier Klassenzimmer, ein Computer- und ein Differenzierungsraum eingerichtet werden sollen. Auch im Obergeschoss soll es eine direkte Anbindung an das alte Gebäude geben.

Ein Stück Schulhof muss weichen

Die umfangreichen Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Damit der Unterricht möglichst nicht beeinträchtigt wird, werden die besonders aufwendigen und lauten Arbeitsschritte, die vor allem die Anbindung des neuen Gebäudes an den 1953 errichteten und 1972 erweiterten Altbau betreffen, in die Schulferienzeit verlegt.

Weichen muss dem Anbau jedoch ein großes Stück des alten Schulhofes. Für Schulleiterin Andrea Rahn aber kein elementarer Verlust, denn es gibt ja noch die Nachbarn: „Wir nutzen den direkt angrenzenden Sportplatz der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit als Schulhof“, sagt sie. Die Mobilbauten, in denen ebenfalls vier Unterrichtsräume untergebracht sind, „bleiben wahrscheinlich, da der Bedarf da ist.“

Und da sich die Gemeinde Stuhr auf die Fahne geschrieben hat, die Umwelt und das Klima besonders im Blick zu haben, soll auch beim Grundschul-Anbau ein Beitrag für eine positivere Bilanz geleistet werden. Laut Thorben Jahn erhalte das Flachdach des Anbaus eine Grünfläche. Auch eine Photovoltaikanlage und die Dämmung des Gebäudes nach neuesten Standards seien geplant. „Alles im Sinne des Klimaschutzes und der Wirtschaftlichkeit – und um den Anforderungen des Energieeinsparungsgesetzes gerecht zu werden“, so Thorben Jahn.

Geplante Kosten von 2,65 Millionen Euro

Bürgermeister Stephan Korte sieht in dem Vorhaben „ein Beispiel dafür, dass wir als Gemeinde auf einem guten Weg sind. Wir fühlen uns der Integration als Gemeinschaft verpflichtet und sind stolz darauf, hiermit modernste energetische und pädagogische Anforderungen zu erfüllen.“

Doch Qualität hat ihren Preis: 2,65 Millionen Euro sind derzeit für die Maßnahmen veranschlagt. „Eine stolze Summe“, urteilt der Verwaltungschef, aber hohe Summen seien derzeit überall einzuplanen. Davon profitieren sollen nach Möglichkeit vor allem Firmen aus der Region. „Wenn es Firmen aus unserer Region machen, darf mich das als Bürgermeister freuen“, sagt Stephan Korte.

Freuen dürfte ihn auch, dass er nicht alleine den Spaten schwingen muss. Thorben Jahn, Andrea Rahn und Thomas Bode springen Stephan Korte mit Schaufeln beim ersten Spatenstich zur Seite. Wer indes den Rathaus-Spaten vor seinem nächsten Einsatz wieder auf Hochglanz bringen soll, lässt der Bürgermeister zum Abschluss offen.

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