Keine Nachfolger für Vorstands-Trio gefunden / Weiterhin Blutspende-Termine im Ort

DRK Seckenhausen löst sich vermutlich auf

Für 25-jährige Mitgliedschaft im DRK-Ortsverein Seckenhausen danken Hanna Bakker (3.v.l.) und Heide Kruse-Vossel (2.v.r.) Lore schneider (v.l.), Melitta Huntemann, Hanna Remmers, Ursel Wüstefeld und Helga Schütte. Foto: Jantje Ehlers

Seckenhausen - Von Heiner Büntemeyer. Bereits vor zwei Jahren hatten die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Seckenhausen, Ursel Wüstefeld, ihre Stellvertreterin Heide Kruse-Vossel und Schatzmeisterin Hanna Bakker angekündigt, dass sie nach dem Ende ihrer Amtszeit nicht für eine Wiederwahl kandidieren würden. Sie hatten diese Posten im Jahr 2000 übernommen, waren damals „ins kalte Wasser gesprungen“ und hofften, dass es unter den 116 Mitgliedern wenigstens drei geben würde, die auch dazu bereit wären.

Vergebens. Am Donnerstag endete die Wahlperiode. Noch einmal leitete Ursel Wüstefeld die von 40 Mitgliedern besuchte Versammlung im Gasthaus Kreuz-Meyer, legte den Rechenschaftsbericht vor und bat die Mitglieder nach der Entlastung um Vorschläge für die künftige Besetzung der Vorstandsposten. Wie schon befürchtet, war trotz zahlreicher Gespräche und Aufrufe im Vorfeld zu dieser Versammlung niemand bereit zu kandidieren.

Damit wird die Eigenständigkeit des Ortsvereins Seckenhausen wahrscheinlich beendet werden. Bei 116 Mitgliedern konnten die 40 Anwesenden die Auflösung den Satzungen entsprechend noch nicht beschließen. Dies wird bei der nächsten Versammlung am 5. Dezember erfolgen, wenn sich auch bis dahin niemand findet, der den Vorsitz übernimmt. Damit würde dann die 40-jährige Geschichte dieses Ortsvereins enden. Die Mitglieder würden vom DRK-Ortsverein Brinkum übernommen.

Dessen Vorsitzender Matthias Duden wies bei der Versammlung darauf hin, dass eine Fusion beider Ortsvereine wegen der hohen bürokratischen Hürden nicht geplant sei. Für die Mitglieder würde sich nichts ändern. Selbst die drei jährlichen Blutspendeaktionen würde es weiterhin in Seckenhausen geben. Duden freute sich über die Bereitschaft mehrerer Mitglieder, auch in Zukunft dabei mitzuhelfen. „Wir wissen zwar, wie Blutspende geht, wir wissen aber noch nicht, wie das in Seckenhausen geht“, erklärte Duden. Damit bietet der DRK-Ortsverein Brinkum künftig acht Blutspendeaktionen an, die terminlich mit dem benachbarten Ortsverein Heiligenbrode / Groß Mackenstedt abgestimmt werden – „So, wie es schon immer war.“

Ursel Wüstefeld bedankte sich bei den Mitgliedern für jahrelange Unterstützung und „die tolle Gemeinschaft. Die hatte schon was.“ Sie hatte noch zwei Zahlen mitgebracht: Während ihrer Amtszeit hatten mehr als 9 600 Seckenhauser eine Blutspende abgegeben, die höchste Spendenbeteiligung lag bei 191 Teilnehmern an einem Tag.

Sie erinnerte an Radtouren, Spargelessen, Theaterbesuche und Ausflüge und freute sich, dass sie als letzte Amtshandlung noch 15 Mitgliedern für 25-jährige Treue zum Ortsverein eine Ehrennadel überreichen durfte.

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