Schweinemarkt mit Flohmarkt, Kulinarischem, einer Hausmesse und viel Musik

Händler für Regenschauer bestens präpariert

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Zuckerwatte schmeckt bei jedem Wetter.

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Zweifelsohne hatten sich die Aussteller für den Brinkumer Schweinemarkt gestern besseres Wetter gewünscht. Aber die meisten hatten sich auf die Regenschauer vorbereitet, konnten ihre Auslagen abdecken und anschließend auch schnell wieder präsentieren.

Zahlreiche Anbieter versuchten auf dem Flohmarkt, nicht mehr benötigte Gegenstände zu verkaufen: Kinder boten gebrauchtes Spielzeug, ausgelesene Bücher und Tonträger an. Die 13-jährige Yasmina und ihre um ein Jahr jüngere Schwester Sarah waren schon sehr früh mit dem Umsatz zufrieden und freuten sich darauf, mit dem Geld bei anderen Flohmarkthändlern einzukaufen.

Außer Spielzeug gab es Kleidung, Porzellan, Haushaltsgeräte, Werkzeug, Schmuck und Lederwaren. Wer lange im Voraus plant, konnte sogar schon einen Schlitten erwerben. Eine Besucherin aus Fahrenhorst strahlte, weil sie an einem Stand zwei Leuchter erstanden hatte, die sie für ihre Wohnung schon lange gesucht hatte.

Stuhrer und Weyher Autohäuser präsentierten ihre aktuellen und gebrauchte Modelle, und in den Cafés konnten sich die Besucher bei Kuchen und Torten vom Marktbummel erholen, während die Kinder auf dem Bungee-Trampolin turnten, auf Ponys ritten, die Kletterburg zu erklimmen versuchten oder in Karussells mitfuhren. Auch viele Geschäfte entlang der Marktmeile hatten geöffnet.

Auf Bühnen vor dem „Bremer Tor“ und am Brunnen sorgten die Leester „Schlickrutscher“, die Musikfreunde der Gemeinschaft Stuhr und Gruppen der Kreismusikschule für Unterhaltung, während die Zuhörer an Tischen Platz nahmen und bayrische Spezialitäten genossen.

Die veranstaltende Brinkumer Interessengemeinschaft hatte auch an die in Stuhr lebenden Flüchtlingskinder gedacht und ihnen schon vor dem Fest Gutscheine geschenkt.

Die kleine Fachmesse „besser zuhause: wir helfen, wo wir können“ im Hotel Bremer Tor im Rahmen des Schweinemarktes war gut besucht. Dabei kamen nicht nur Menschen mit Handicap, um sich über Neuheiten zu informieren, sondern auch Besucher, die daran interessiert sind, welche Hilfsmittel inzwischen im Falle einer Behinderung verfügbar sind. Und sie staunten über die vielen pfiffigen Ideen. So hatte Benno Tamsen Schwellenausgleichs-Bausteine mitgebracht, mit denen in Form von Lego-Technik Barrieren von bis zu vier Zentimeter Höhe zwischen Räumen im Haus überbrückt werden können. Mit Hilfe einer mobilen Rampe sind selbst Terrasse und Balkon erreichbar, wobei die Nutzer die Türen über eine Fernbedienung sogar wieder schließen können.

Schweinemarkt in Brinkum

Eine immer größere Hilfe für nicht mehr mobile Menschen stellen moderne Kommunikations- und Informationsmittel dar, die behindertengerecht installiert und bedient werden.

Rollatoren waren zu sehen, auf die sich die Benutzer unterwegs bequem setzen können, um sich zu „verpusten“.

Um größere Höhen zu überwinden, werden Rollatoren auch mit großen Vorderrädern ausgestattet. Noch mobiler sind die von einem Elektromotor angetriebenen Scooter, die bis zu 15 Stundenkilometer schnell sind und genügend Platz für einen mittelgroßen Einkauf bieten. Sie sind mit verstellbarer Lenksäule und auf Wunsch auch mit einer Anhängerkupplung ausgestattet.

Über Finanzhilfen durch Zuschüsse der Kranken- und Pflegekassen und zinsgünstige Angebote informierte Debora Stockmann von der Technikberatungsstelle.

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