Schulausschuss hebt Gebühren an

Höhere Kosten für ergänzende Betreuung

+
In der Mensa der KGS Brinkum können Schüler bald bargeldlos bezahlen. Archivfoto: Schritt

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Geht es nach dem Willen des Schulausschusses, dann greift ab dem kommenden Schuljahr ein elektronisches Bestell- und Abrechnungsverfahren auf Guthabenbasis in den Mensen der KGS Brinkum und der Lise-Meitner-Schule. Einstimmig sprach sich das Gremium am Donnerstagabend dafür aus. „Damit wollen wir vor allem die Verwaltungsarbeit reduzieren“, erklärte Kerstin Frohburg vom Fachdienst Bildung, Jugend und Sport.

Die Schüler bezahlen mit einem kostenlosen Chip. Die Eltern überweisen Geld auf ein Konto der Gemeinde und sorgen damit für Guthaben auf dem elektronischen Speicher. Bei Verlust wird für den neuen Chip eine Gebühr fällig. „Wir sind uns noch nicht ganz einig, aber wir dachten an fünf Euro“, sagte Frohburg.

Die Sozialdemokraten begrüßten die Umstellung. „Die AG Mensa hatte das System schon empfohlen, als ich noch Elternsprecherin war, und das ist bestimmt zehn Jahre her“, sagte deren Ratsfrau Gudrun Klomburg.

Mit acht Ja-Stimmen sprach sich der Ausschuss für eine Gebührenerhöhung für die ergänzende Betreuung der Ganztagsgrundschüler aus. Über die Höhe gab es jedoch Diskussionsbedarf. Seit Einführung der Ganztagsgrundschulen belaufen sich die Kosten für eine zweistündige Betreuung ab 15.30 Uhr auf 64 Euro. Das ist die Hälfte des Betrags, der im Jahr 2012 für eine vierstündige Betreuung in einer Kindertagesstätte anfiel.

Die Verwaltung schlug vor, die Gebühren zum kommenden Schuljahr auf 78 und die kommenden zwei Jahre um jeweils zwei Euro anzuheben. Als Grund nannte Frohburg gestiegene Personalkosten und die Aussetzung der Gebührenanpassung seit Beginn des Ganztags.

„Das ist eine Erhöhung um 15 Prozent in einem Jahr, das ist mit den Tarifabschlüssen allein nicht darstellbar“, kritisierte Gudrun Klomburg. Sie beantragte, im ersten Schritt 70 Euro zu veranschlagen („Das ist immer noch genug“) und dann die zweijährige Erhöhung um je zwei Euro. Mit sieben Ja- und sieben Nein-Stimmen lehnten die Ausschussmitglieder das Ansinnen jedoch ab.

Vielmehr einigten sie sich darauf, den Beschlussvorschlag des Ausschusses für Jugend, Freizeit und Kultur vom Dienstag als Basis zu übernehmen. Somit müssten die Eltern ab dem kommenden Sommer 74 Euro für die ergänzende Betreuung zahlen, danach steigen die Beiträge auf 76 und auf 78 Euro an. Mit acht Ja-Stimmen winkte der Schulausschuss das Vorhaben durch.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Neues Spezialfahrzeug für Leester Feuerwehr

Neues Spezialfahrzeug für Leester Feuerwehr

Machtkampf: Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt auf 100

Machtkampf: Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt auf 100

Prinzessin Charlotte (2) ist einfach süß, auch schlecht gelaunt 

Prinzessin Charlotte (2) ist einfach süß, auch schlecht gelaunt 

Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt

Blutige Unruhen in Jerusalem: Bilder der Wut und Gewalt

Meistgelesene Artikel

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Kommentare