KGS-Aktion: 73 neue Knochenmarkspender

Schüler lassen sich typisieren

Colin Pfaff vom Sanitätsdienst der Schule und Rebecca Melloh bei der Typisierung. - Foto: Heinfried Husmann

Brinkum - Die DKMS-Stiftung kann ihre Knochenmark-spenderdatei um Namen von 73 Schülerinnen und Schülern sowie zahlreicher Lehrkräfte und Mitarbeiter der KGS Brinkum erweitern. Dies ist das erfreuliche Ergebnis eines Schulprojekts, das sich an alle Mädchen und Jungen richtete, die mindestens 17 Jahre alt sind.

Zunächst beteiligten sich am Freitag die zehnten Jahrgänge sowie die Q1- und Q2-Stufen an einem Vortrag über den Zweck und die Notwendigkeit von Knochenmarkspenden und die Form, in der eine mögliche Stammzellen-Übertragung erfolgen würde.

Anlass zu dieser Aktion war die Anfrage einer Schülerin des achten Jahrgangs bei ihrer Klassenlehrerin Friederike Klages. Sie bat um die Erlaubnis, für ein an Leukämie erkranktes Mädchen, das sie über YouTube kennengelernt hatte, Geld zu sammeln. Die Lehrerin griff das Thema auf, wandte sich an die Stiftung, erhielt ein DKMS-Paket mit Informationen zum Thema Knochenmarkspende und machte die Aktion mit Unterstützung durch das Kollegium zu einem Schulprojekt.

Alle Schülerinnen und Schüler ab 17 Jahren waren zunächst zu dem Vortrag eingeladen. Anschließend wurden mit Unterstützung durch den Schulsanitätsdienst von allen, die sich dazu bereit erklärt hatten, Speichelproben genommen.

Diese Daten kommen in die Knochenmarkspenderdatei, so dass die DKMS bei Bedarf darauf zurückgreifen und um eine Stammzellenspende bitten könnte. Außerdem konnte die Jugendlichen auch Geld spenden, um damit die Entwicklung und Erforschung von Therapien gegen Blutkrebs zu unterstützen. Die Sammlung ergab einen Betrag von rund 150 Euro.

Nicht alle Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Typisierungsaktion. Einige besuchten noch nicht einmal den sehr informativen Vortrag. Wie Friederike Klages berichtet, scheuen sie ganz einfach den Konflikt, in den sie geraten könnten, falls ihre Stammzellenspende einem anderen Menschen die Chance auf ein zweites Leben böte.

Tia Schwalgun, Sophia Schneider und Svenja Rackisch aus der Klasse 10 b würden sich dagegen gerne daran beteiligen, sie sind aber noch nicht 17 Jahre alt, so dass sie dafür in diesem Jahr noch nicht in Frage kamen. Nach diesem großen Erfolg überlegt die Schulleitung der KGS daher, ob sie die Aktion im kommenden Jahr wiederholt. - bt

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